Tiere an Vergiftung gestorben

Der Tod zweier Esel und einer Ziege hat in Glauchau zuletzt für Diskussion gesorgt. Nun liegt ein Befund vor. Der Betreiber appelliert an die Besucher.

Glauchau.

Der Verdacht von Ulrich Schleife hat sich bestätigt. Als Ende September bekannt wurde, dass zwei Esel und eine Ziege im Glauchauer Tiergehege am Carolapark verendet waren, vermutete der CDU-Stadtrat bereits, dass sie etwas gefressen hatten, das zu ihrem Tod führte. Günter Weise, Chef des Geheges, bestätigt nun diesen Verdacht. Er brachte die Kadaver der Tiere ins Institut für Veterinär-Pathologie der Universität Leipzig. Von dort sei nun ein Befund eingetroffen. Die Tiere seien wahrscheinlich an einer Vergiftung durch pflanzliche Materialien gestorben, so Weise.

Das passt ins Bild. Bei einer Begehung des Geheges von Mitgliedern des Haus- und Nutztiervereins und des Ordnungsamtes wurden giftige Nachtschattengewächse gefunden, die dort offenbar als Gartenabfall entsorgt wurden.

Weise ärgert so etwas. "Ich kann dagegen relativ wenig ausrichten. Aber ich appelliere an die Besucher und Anlieger, bei uns nicht ihren Hausmüll und Abfälle zu entsorgen." Auch auf das Fütterungsverbot für die Tiere werde eindringlich hingewiesen. Auf den Kosten der pathologischen Untersuchung, die er in Auftrag gegeben hat, bleibe er sitzen, so Weise. Auch dass der Tod der Tiere im Stadtrat öffentlich angesprochen wurde, noch bevor die Ursache bekannt war, findet er nicht gut. "Mir wäre es lieber gewesen, man hätte erst abgewartet, bis die Untersuchung abgeschlossen gewesen wäre, bevor man das alles öffentlich macht." Weise, der den Betrieb vor vier Jahren übernommen hat, fühlt sich bei seiner Arbeit teils boykottiert. "Das Bild unseres Geheges wird zu oft negativ gezeichnet." Dabei habe sich auf dem Gelände in den letzten Jahren einiges getan. "Ich möchte einfach, dass da etwas Ruhe einkehrt -und vielleicht mal positive Nachrichten überwiegen. Vor Kurzem hat etwa eines unserer Schafe ein Lamm geboren."

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