VW Golf und Porsche tanken am Sachsenring elektrisch auf

Drei Schnellladestationen für Elektroautos sind am Freitag am Sachsenring in Betrieb gegangen. Damit baut die EnviaM-Gruppe die Lade-Infrastruktur in der Region weiter aus. Mit dem Verkehrssicherheitszentrum fand sich dabei der passender Partner.

Oberlungwitz.

Ein kleiner VW Golf in der E-Version und ein bulliger Porsche Panamera E-Hybrid in trauter Zweisamkeit beim Auftanken. Aber es fließt kein Sprit, sondern Strom. Für die Inbetriebnahme von drei Schnellladestationen am Verkehrssicherheitszentrum "Am Sachsenring" (VSZ) war am Freitagvormittag großer Bahnhof angesagt.

Rund 100.000 Euro hat sich Energiedienstleister EnviaM die Anlagen kosten lassen. Eine Station steht vorm Haupteingangstor, zwei hinterm Zaun. Sechs Fahrzeuge können hier gleichzeitig "auftanken". "In einer halben Stunde sind die Batterien vollständig geladen", versichert EnviaM-Vorstand Andreas Auerbach. Und ergänzt: "Wir sind davon überzeugt, dass ab 2030 fast jedes neu zugelassene Fahrzeug über einen Elektroantrieb verfügt. Dafür müssen wir die nötige Infrastruktur schaffen." Die Leute müssten ihr Auto überall auftanken können - beim Einkaufen, beim Arbeitgeber oder zu Hause. Die Envia betreibt derzeit 80 Ladesäulen, im Laufe des Jahres kommen weitere 100 hinzu.


"Elektromobilität ist ohne Alternative. Mit diesen drei Stationen wollen wir ein Zeichen setzen ", sagte auch Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik bei VW Sachsen. VW investiere eine Milliarde Euro, um den Standort in Mosel in eine E-Mobil-Produktionsstätte zu transformieren. Dazu gehöre auch die Ladeinfrastruktur am Produktionsstandort. In Mosel gebe es derzeit 100 Ladestationen, schon bald sollen es dort 300 sein. Beim Verkehrssicherheitszentrum lief EnviaM mit der Kooperation offene Türen ein. "Nach einem langen Anlauf ist es nun soweit. Der Vorteil der E-Mobilität bedeutet, wir haben kein Lärmproblem mehr", sieht die VSZ-Chef Ruben Zeltner die Inbetriebnahme auch mit einem Augenzwinkern.

De Vries ermutigte jeden, einmal ein E-Mobil Probe zu fahren: "Sie werden von dem Drehmoment begeistert sein." Es gelte, die Vorbehalte bei den Autofahrern abzubauen. "Wer bei VW ein Elektromobil kauft, der kann auch die notwendige Ladestation für zuhause bekommen. Die preiswerteste Variante wird gerade mal 300 Euro kosten", sagt Carsten Krebs, Pressesprecher bei VW Sachsen.

"Mit den Stationen hat uns Oberlungwitz leider den Rang abgelaufen. Aber wir werden noch in diesem Jahr eine Ladestation am Hohenstein-Ernstthaler Bahnhof in Betrieb nehmen", stellt Hohenstein-Ernstthals Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU) in Aussicht.

Nach der Anzahl der Ladesäulen im Landkreis befragt, reagierte Landrat Christoph Scheurer pfiffig: "Ich kenne nicht die genaue Zahl, aber es sind definitiv zu wenig."

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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Zeitungss
    04.05.2019

    ……..für wieviel Runden ????

  • 5
    0
    wolleditt
    04.05.2019

    Hier wird ein Projekt gelobt welches zu tiefst Menschenfeindlich ist, die Gewinnung der Bodenschätze zur Produktion der Akkus und mit einer fragwürdigen CO2 Bilanz. Es will nur die Politik nicht wahrhaben...



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