Wege zum Staunen

Den Zauber der Weihnachtszeit kann man nicht erkaufen

Weihnachten als Kind erlebt, das war doch noch was.

Die Heimlichkeiten, die kuschelige Wärme zu Hause, wenn man aus der Kälte des Winters in die Wohnung kam. Die wunderbaren, einzigartigen Düfte, die durchs Haus zogen. Und manch einer denkt sich dieser Tage: Ach, könnte es nicht wieder sein wie früher. Schön war es ... Ja, Weihnachten war ein Erlebnis.

Und wissen Sie was? Es bleibt ein Erlebnis. Schauen wir noch einmal zurück: Was war denn früher anders oder besser als wir Kinder waren? Warum war das Erleben tiefer und inniger? Warum haben wir damals mehr gestaunt?

Natürlich liegt es auch daran, dass Kinder in vielen Dingen begeisterungsfähiger sind. Wir Erwachsenen haben diese Eigenschaft oft im Laufe der Jahre abgelegt.

Und ja, die Geschenkeflut gab es noch nicht, die Geschenke waren kleiner und praktischer. Die Dekoration in den Weihnachtsstuben war etwas bescheidener. Die Kommerzialisierung des Festes war noch nicht so weit vorangeschritten. Die Familien beherrschten die Weihnachtslieder noch, es kam noch mehr auf Gemeinschaft an.

Aber, liebe Leser, es liegt doch auch an uns, wie wir diese Zeit gestalten. Und dazu die gute Nachricht: Das Wesentliche von Weihnachten hat sich nicht verändert. Der Kern, der Grund, der Sinn von Weihnachten ist gleich geblieben. Gott kommt uns nahe, Frieden wird erfahrbar und greifbar, Liebe bricht sich Bahn.

Doch um diese Botschaft zu hören, muss man sie hören und in Gedanken und im Herzen bewegen.

Unsere Vorbereitungen dienen im Grunde diesem Zweck: Die besondere Weihnachtsfreude selbst wahrzunehmen, und sie weiter zu verschenken.

Eigentlich ganz einfach.

Bahnt dem Herrn einen Weg, denn der Herr kommt. (Jes 40, 3.10)

So heißt der Wochenspruch für die vierte Adventswoche.

Eine gute Zeit, Gott zuzuhören, Liebe und Frieden zu üben.

Und so den Weg zum Staunen zu bahnen.

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