Elternrat: Freie Schulwahl eingeschränkt

Wiedergewählter Chef sieht wachsende Probleme beim Schülertransport

Brand-Erbisdorf.

Neben der positiven Bilanz bei Themen wie Berufs- und Studienorientierung sowie Integration von Flüchtlingskindern hat der Kreiselternrat sich nach der Neuwahl seines Führungsgremiums ein schon lang umstrittenes Thema erneut auf die Agenda geschrieben: Schülerbeförderung. Das bestätigte Ratsvorsitzender Peter Lorenz. "Die größten Probleme bereiten uns nach wie vor der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) und die zahlreichen Baustellen im Landkreis, die es Eltern sowie Schülern, aber auch den Verkehrsdienstleistern nicht einfacher machen", sagte der in dieser Funktion wiedergewählte Chef der mittelsächsischen Elternvertretung.

So wurden seinen Angaben zufolge zum Beispiel Buslinien rund um Brand-Erbisdorf eingespart, Haltestellen nicht mehr angefahren und wieder verstärkt unzumutbare Fahr- und Wartezeiten eingeführt. In der Folge sei die freie Schulwahl eingeschränkt, würden Ganztags- und Nachmittagsangebote verhindert. Vor dem Hintergrund will der Kreiselternrat im November eine Sondersitzung "Schülerbeförderung" organisieren, zu der betroffene Eltern, Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur Chemnitz, des Landratsamtes, von Regiobus und ZVMS eingeladen werden. Dabei sollen "Punkt für Punkt und Linie für Linie" Probleme aufgezeigt und Lösungen eingefordert werden. "Der Winter steht vor der Tür und daher drängen wir auf schnelle Lösungen", sagte Lorenz, der zugleich dem Landeselternrat vorsitzt.

Der neue Vorstand des Kreiselternrates wurde in Frankenberg von der Vollversammlung mit 50 Teilnehmern für ein Jahr gewählt. Das mache im Vergleich zum vorher angewandten Zwei-Jahres-Rhythmus die Elternarbeit flexibler, besonders für Elternvertreter, für deren Kinder Schulartenübergänge anstehen. Es wurden erneut drei Stellvertreter gewählt, die jeweils die Altlandkreise vertreten: Ralph Ullrich für Döbeln, Johann Edenharter für Mittweida und Ronald Baumann für Freiberg. Eine neue Arbeitsgruppe soll sich künftig mit dem Lehrermangel befassen. (jl)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...