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Das Landratsamt Mittelsachsen hat vor der Ortsumgehung in Ottendorf ein Tempo-70-Schild aufstellen lassen. An der Einfahrt ins Ortszentrum kommt es immer wieder zu Unfällen. Bisher galt 100 Kilometer pro Stunde. Die Behörde kündigt zudem mobile Blitzer in diesem Bereich an.

Foto: Andreas SeidelBild 1 / 2

Amt reagiert und ordnet Tempolimit an

Kollisionen häufen sich an der Einfahrt in den Ortsteil Ottendorf. Deshalb hatten Anwohner eine Begrenzung der Geschwindigkeit gefordert. Autofahrer müssen aber noch an anderen Stellen aufpassen.

Von Bettina Junge
erschienen am 13.04.2018

Lichtenau. Fast jeden Monat ereignet sich ein Unfall auf der Straße zwischen Ottendorf und Mittweida. Erst in dieser Woche kam es zu einem Auffahrunfall mit vier Verletzten. Die Gemeindeverwaltung Lichtenau hat deshalb den Abschnitt an der Kreuzung zur Einfahrt ins Ortszentrum als gefährlich eingestuft.

"Anwohner forderten schon lange ein Tempolimit", sagt Referent Martin Lohse. Bisher ging kein Weg hinein, weil die Kreuzung laut Polizei nicht als Unfallschwerpunkt gilt. Die Ortsumgehung (S 200) für die Mittweidaer Straße ist seit 2015 nach zwei Jahren Bauzeit befahrbar. Dabei wurden eine 245 Meter lange neue Brücke über Ottendorf und eine 1,2 Kilometer lange zweispurige Trasse gebaut. Autofahrer brauchen damit nicht mehr mit Tempo 50 durch den Ort zu fahren, sondern können mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde die Strecke passieren. Laut Polizeistatistik gab es im Jahr 2017 vier Kollisionen an der Einfahrt, drei davon mit Verletzten. Nur ein Unfall sei auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen, sagt eine Sprecherin. Registriert wurden Vorfahrts- und Fahrfehler. Referent Lohse sagt, dass die Kreuzung schlecht einsehbar sei. Fahre man beim Abbiegen von oder Einbiegen auf die S 200 nicht an die Haltelinie vor, seien Fahrzeuge auf der Umgehungsstraße mitunter schwer zu erkennen. Kommen Autofahrer mit hohem Tempo, können Unfälle passieren.

Jetzt hat das Landratsamt auf die Kritik der Anwohner reagiert und in der Einmündung Tempo 70 angeordnet. Die Unfallkommission habe mit der Polizei für eine bessere Verkehrssicherheit eine Art befristeten Versuch gestartet, so ein Kreissprecher. Das Unfallgeschehen und das Fahrverhalten sollen beobachtet werden. Die Kommission entscheide dann, ob das Limit bleibt.

Befragte Anwohner zeigen sich erleichtert, hoffen auch auf eine Lärmreduzierung. Die Forderung eines Limits steht auch in einem Lärmaktionsplan für die Gemeinde: Bürger östlich der neuen Brücke der S 200 klagen über Lärm. Bürgermeister Andreas Graf (CDU) sagte, dass auf Drängen der Kommune die Höchstgeschwindigkeit reduziert wurde. Auch in anderen Ortsteilen will die Gemeinde neue Regeln einführen. So soll die schmale Schafgasse an der Turnhalle in Niederlichtenau sicherer werden, über ein Parkverbot. Laut Lohse gebe es nur wenige Meter entfernt einen Parkplatz an der Kirchgasse. Ein Parkverbot sei auch in Merzdorf in der Martinstraße in Höhe Ziegeleistraße auf der Gehwegseite geplant. Mit der neuen Ausschilderung sei in etwa zwei Wochen zu rechnen. Andreas Graf kündigte an, dass häufigere Kontrollen der Politesse erfolgen sollen. In der Tempo-70-Zone der Ortsumgehung werden zudem mobile Blitzer verstärkt im Einsatz sein, so der Kreis. (mit lumm/tür)

 
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