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Die Naturschutzstation Herrenhaide hat eine neue Leiterin: Die Chursdorferin Jenny Oehme will vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ankurbeln. Erst einmal schraubt sie ein Nabu-Schild an. Vor vier Jahren war das Vereinshaus fast abgebrannt. An das Feuer erinnert heute kaum noch etwas.

Foto: Andreas Seidel

Nach Brand und Neubau geht es weiter

Eine Studentin leitet die Naturschutzstation Herrenhaide. Auch eine Jugendgruppe ist gegründet worden. Doch viele Burgstädter beschäftigt eine ganz andere Frage.

Von Bettina Junge und Rita Türpe
erschienen am 12.10.2017

Burgstädt/Chursdorf. Die Naturschutzstation in Herrenhaide hat erstmals eine Chefin, die fest angestellt ist. Auf 450-Euro-Basis hat TU-Studentin Jenny Oehme die Arbeit übernommen. Damit wird ein Generationswechsel eingeläutet, sagt Christel Römer, die ehrenamtlich die Burgstädter Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) leitet.

"Ich möchte vor allem die Umweltpädagogik ankurbeln", sagt Oehme. Die Angebote für Kinder und Jugendliche sollen attraktiver gemacht und ausgebaut werden, sagt die 29-Jährige. Dazu hat sich die junge Frau aus Chursdorf bei Penig zuerst einen Überblick verschafft. "Das rund 3,5 Hektar große Gelände ist prachtvoll und artenreich", sagt sie. Beeindruckend finde sie die Fachkenntnis, mit der Ehrenamtliche das Areal angelegt haben, erhalten und pflegen. Die Stelle sei für sie ein Glücksfall. Seit einem Jahr studiert sie in Chemnitz mit dem Berufsziel Lehramt an Grundschulen. "Diese Ausbildung hilft mir jetzt im Nebenjob", sagt Oehme. So widme sie sich besonders der Jugendgruppe, die dieses Jahr gegründet wurde. Jeden zweiten Mittwoch treffen sich 15 Mitglieder von 15 bis 17 Uhr in der Station, um gemeinsam auf Exkursion zu gehen. "Vielleicht gelingt es, eine zweite Gruppe aufzubauen", ergänzt Oehme. Außerdem will sie dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit mit Kindereinrichtungen und Schulen verstärkt wird. Die Natur soll nahe gebracht werden.

"Viele fragen mich, ob denn das Jagdhaus wieder steht?" Denn im Juni 2013 war das Vereinshaus fast abgebrannt. Wenige wüssten, dass das Gebäude wieder aufgebaut wurde. Ältere Vereinsmitglieder, mit denen sie gesprochen habe, sagten, dass es jetzt viel schöner aussieht. Nur die unterschiedlichen Holztöne würden noch daran erinnern, dass das Haus vor über 100 Jahren gebaut und nach dem Brand teilweise erneuert wurde. Vereins-Chefin Christel ömer erinnert sich nicht gern an den Brand und das jahrelang dauernde Gerichtsverfahren. "Wichtig ist, dass der Fall aufgeklärt wird", fügt sie hinzu. Der ehemalige Leiter der Station war wegen Brandstiftung angeklagt. Als Zeugin seien sie und andere Vereinsmitglieder mehrfach gehört worden. "Wir haben dem Mann aber auch viel zu verdanken", sagt Römer. Er habe über Jahrzehnte eine gute Arbeit geleistet und sei für die Station aufgegangen. Noch steht ein Urteil vor dem Landgericht Chemnitz aus. Der 65-Jährige war erkrankt. Wann der Prozess fortgesetzt wird, kann auch die Gerichtssprecherin nicht sagen.

"Was einzigartig in Herrenhaide ist, das ist dieser Zusammenhalt", sagt Jenny Oehme. Ob bei Arbeitseinsätzen oder Exkursionen, gerade auf die älteren Vereinsmitglieder sei Verlass. Das kann auch Christel Römer bestätigen, die seit 2012 die Gruppe leitet. "Die Neue unterstützt uns auch prima." Der von Oehme geplante Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit sei genau das, was gebraucht werde. Seit etwa fünf Jahren verzeichne die Station eine wachsende Nachfrage nach Gruppenveranstaltungen. "Das ist von uns Ehrenamtlern allein nicht mehr zu stemmen", sagt Römer. Durch die erfolgreiche Bewerbung der Ortsgruppe um Zuschüsse vom Freistaat sei die Finanzierung der Leiterstelle für 2017 gesichert. Sie gehe zudem von einer Anschlussfinanzierung aus.

 
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