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Rekordfichten sind nun vor Kettensägen geschützt

Die Bäume bei Rützen-grün zählen zu den größten ihrer Art im Vogtland. Ihre Zukunft ist nun gesichert. Die Daten der größten Fichte können Spaziergänger jetzt auf einer Hinweistafel lesen.

Von Lutz Hergert
erschienen am 15.11.2017

Rodewisch. Es war die Zeit, in der Walzerkönig Johann Strauß seine größten Erfolge hatte und er in Wien wie ein Rockstar gefeiert wurde: Mindestens 150 alt ist die Fichte, auf die seit gestern bei Rützengrün eine Tafel hinweist. Sie ist eine von wenigen Bäumen, die den Spaziergängern am Holzbach auffallen, weil sie so mächtig sind.

Jenny Black ist dafür verantwortlich, dass die Wanderer jetzt unter anderem erfahren, dass die Fichte 45Meter hoch ist und einen Umfang von 4,40 Metern hat. Die 28-jährige Studentin der Forstwirtschaft leistet derzeit ihr zweijähriges Referendariat im Forstbezirk Plauen ab. Dabei hat sie sich mit den mächtigen Fichten am Holzbach beschäftigt. Ihr Interesse um die hölzernen Riesen traf sich mit den Intentionen des Forstbezirkes, die Bäume zu schützen. Die Fichten zählen mit zu den größten im Vogtland. "Wir wollen sie erhalten und schützen", sagt Bert Schmieder, Leiter des Forstbezirkes. Nach seinen Worten hatte Michael Thoß den Anstoß dazu gegeben. Der heutige ehrenamtliche Naturschutzhelfer und frühere Leiter der Naturschutzbehörde des Landkreises hatte auf die Baumriesen nach der Wende aufmerksam gemacht. "Ich war hier unterwegs und habe die Bäume gekannt", sagt Thoß. Doch kurz nach der Wende habe sich das Umweltamt beispielsweise mit dem Ausweisen von Schutzgebieten beschäftigt. Thoß: "Es gab damals wichtigere Dinge zu tun. Deshalb wurden die Naturdenkmale immer wieder zurückgestellt." Er freut sich darüber, dass die Bäume nun geschützt sind.

Eine Aktie daran, dass den Riesen nicht mehr die Kettensäge droht, hat auch Andreas Schumann von der Sektion Plauen-Vogtland des Deutschen Alpenvereins. Die Kletterer haben dort mehrere Kletterfelsen der Schwierigkeitsgrade 2 bis 7 oder 8. "Uns liegt die Natur am Herzen, wir sind für eine intakte Natur", so Schumann. Die Naturfreunde vom Alpenverein seien immer wieder im Gespräch mit den Forstbehörden. Und der Plauener Forstbezirk nahm den Ball auf und startete mithilfe von Referendarin Jenny Black das Baumprojekt. Die künftige Forstwirtschaftlerin stammt aus Bobenneukirchen und liebt die Natur, den Wald und die Jagd. "Dazu habe ich von klein auf eine enge Beziehung. Ich war viel draußen. Später hat mich mein Vater mit zur Jagd genommen. Das hat mir gefallen." Deswegen entschied sie sich nach dem Abitur zum Forststudium.

Mit den Bäumen am Holzbach hat sich Jenny Black intensiv beschäftigt. Sie ist der Meinung, dass der größte Baum sogar 200 Jahre alt sein kann. Dass er so groß geworden ist, hat er ihrer Meinung nach dem "kühl-feuchten Kellerklima am Bach" zu verdanken. Die durchschnittliche Fichtengröße im Vogtland liege bei 20 Metern.

 
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Rekordfichten sind nun vor Kettensägen geschützt
Fichten im Vogtland
 
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