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Wie geht es mit der Turnhalle an der Straße der Jugend in Rodewisch weiter? Die Stadt sucht nach Alternativen zum teuren Eigenbetrieb.

Foto: David Rötzschke Bild 1 / 2

Stadt Rodewisch bietet alte Turnhalle feil

Die Rodewischer Fußballer könnten die Halle an der Straße der Jugend dringend gebrauchen, doch der Kommune ist der Betrieb zu teuer. Deshalb verfolgt sie einen anderen Plan.

Von Sybille Güntzel-Lingner und Susanne Kiwitter
erschienen am 14.06.2017

Rodewisch. Mario Behrendt hätte gern den Status quo von vor 2013 zurück: Damals trainierte er die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Rodewisch noch in der Turnhalle an der Straße der Jugend, die zu jener Mittelschule gehörte, die bereits 2004 geschlossen worden war. Doch der Stadt war der Betrieb der Anfang der 1980er-Jahre erbauten Halle zu teuer, weshalb sie diesen 2013 einstellte. Die Betreibung koste 25.000 Euro pro Jahr, sagt Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU). Und weil auch bei Leerstand jährlich 5000 bis 10.000 Euro an Kosten auflaufen, will die Kommune die Immobilie abstoßen. "Wir denken an Vermietung, die kostenfrei sein könnte, wenn der Betreiber mehr als 50 Prozent Gemeinnützigkeit nachweisen kann", so Schöniger. Aber auch ein Verkauf sei möglich, wenn das eingereichte Konzept stimmt, ergänzt sie. Wie eine entsprechende Ausschreibung konkret aussehen soll - darüber entscheidet nächste Woche der Rodewischer Stadtrat.

Das Thema ist erst jetzt akut geworden, weil zwischenzeitlich der Landkreis die Halle für drei Jahre, von Januar 2014 bis Januar 2017, gemietet hatte. Der Grund: die Unterbringung von Flüchtlingen. Tatsächlich seien nur für drei Monate - von Dezember 2015 bis Februar 2016 -Asylbewerber dort untergebracht gewesen, erklärt die Bürgermeisterin. Anfang diesen Jahres hätte die übergeordnete Behörde die Immobilie in intaktem Zustand an die Kommune zurückgegeben. Und jetzt stellt sich die Frage: Wie geht es mit ihr weiter? Fest stand bisher, sie soll erhalten bleiben. Anders als die dazugehörige Schule, deren Abriss inzwischen beschlossen wurde.

Nachdem der Betrieb der Turnhalle 2013 eingestellt worden war, mussten die dort trainierenden Vereine in die Göltzschtalhalle und in die Turnhalle des Pestalozzi-Gymnasiums ausweichen. Laut Bürgermeisterin Kerstin Schöniger seien die Nutzer mit den vereinbarten Hallenzeiten zufrieden. Das hätten entsprechende Anfragen bei den Vereinsvorsitzenden ergeben.

Jugendfußballtrainer Mario Behrendt widerspricht: Vor allem im Winter, wenn sein Training nicht mehr auf dem Platz, sondern in der Halle stattfindet, käme es zu Engpässen. "Eineinhalb Stunden Trainingszeit für mehrere Mannschaften - das ist zu wenig", sagt er. Deshalb würde Behrendt gern wieder in der Halle an der Straße der Jugend trainieren.

Doch zu den üblichen Konditionen ist das laut Bürgermeisterin nicht möglich. Die liegen derzeit für die Göltzschtalhalle beispielsweise bei 14 Euro pro Stunde pro Hallensegment. Vereine, die einen Ganzjahresvertrag abschließen, erhalten 70 Prozent Rabatt. "Wir müssen kostendeckend kalkulieren", betont Schöniger. Was im Fall der Turnhalle an der Straße der Jugend bedeute, dass die Gebühren für die Nutzer zu hoch ausfallen würden.

Die Rodewischer Stadtverwaltung spekuliert deshalb darauf, dass sich eventuell mehrere Vereine zusammenfinden, die ein gemeinsames Betreiberkonzept erarbeiten.

Mit seinem Anliegen, die Halle wieder zu nutzen, erhält Mario Behrendt beispielsweise Zustimmung aus den Reihen des Gewerbevereins, dem er angehört. Doch ob sich von dort jemand den Betreiberhut nach den Vorstellungen der Stadt aufsetzen will - dazu habe es bislang keine Meinung gegeben. Aber zuerst ist so oder so der Stadtrat am Zug.

 
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