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Die Arbeiten mit einer neuen Brücke am Ortsausgang Oelsnitz - hier im April das Verlegen von Regenwasserrohren - gehörte bereits zum innerörtlichen Ausbau der B 92. Die Pläne für den weiteren Bau an der Straße mit anderthalb Jahren Vollsperrung ab März 2019 sorgen in Bad Elster für Wirbel.

Foto: Christian Schubert

B 92-Bau in Oelsnitz: Bad Elster fordert kürzere Vollsperrung

Stadträte und Touristiker tragen schwer an der Aussicht, dass der direkte Weg in die Kulturstadt anderthalb Jahre dicht sein soll. Warum auch die Umleitung große Sorgen macht.

Von Ronny Hager
erschienen am 01.12.2017

Bad Elster. In Bad Elster sehen viele das lange Aufgebaute in großer Gefahr, wenn die B 92 in Oelsnitz ab März 2019 für anderthalb Jahre voll gesperrt wird. Vor allem die Aussicht, dass auch im Winter 2019/20 dicht sein soll, sorgt für Ärger. "Herbst und Winter sind für uns als Sächsische Staatsbäder das absolute Kerngeschäft. Wir werden unsere Tagesgäste, von denen viele immer wiederkommen, verlieren. Es wird Jahre dauern, die wieder zu akquirieren", befürchtet Sven Bohmeier, der Technikchef des Bades. Er forderte im Stadtrat, Bauzeit und Vorhaben auf den Prüfstand zu stellen. Wenn gebaut werden müsse, dann so schnell wie möglich - durch einen schlagkräftigen "Großkonzern".

Frank Petzoldt, Plauener Niederlassungsleiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, hatte die Pläne auf Einladung der Stadt vorgestellt und begründet. "Augenscheinlich kein Schlagloch" auf der B 92 zwischen Kreuzung Bäckerei Wunderlich und Abzweig Schöneck sei nur der erste Eindruck - es müssten tragende Bauwerke gesichert, Entwässerung neu geregelt, Böschung gesichert, die Straße von Häusern weggebracht werden. Dazu kämen Linksabbiegespuren für sichereren und flüssigeren Verkehr. Geplant ist der Bau auf 1,8 Kilometer in zwei Abschnitten - erst vom Abzweig Schöneck bis Görnitzer Weg (sechs Monate, dicht März bis Ende August 2019), dann bis Bäckerei-Kreuzung (ein Jahr). Petzoldt: "18 Monate Vollsperrung können wir nicht runterrechnen. Die brauchen wir. Die Umleitung über Süßebach habe ich dieses Jahr getestet. Es sind sieben bis zehn Minuten Fahrzeitverlust. Ich denke, das ist letztlich erträglich."

Die Bauchschmerzen im Rat Bad Elster sind dennoch gewaltig. Der gesamte Süden des Vogtlandes hänge an der Straße. Bei allem Verständnis für den Bau, solle alles versucht werden, die Vollsperrzeit zu verkürzen, so Detlef Schlott (Unabhängige Bürgerschaft). Samstagsarbeit sei da längst eingerechnet, so Petzoldt. Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) meinte als Ex-Verkehrsplaner, es sei kaum eine Firma zu bewegen, ab Januar zu bauen, selbst wenn die Witterung das zuließe. Erst März, April bewege sich was. In der Zeit könne die Straße offen sein, fand er. Er könne davor nur warnen, so Petzoldt. Für eine Übergangszeit auf voller Breite Asphalt, für Winterdienst tauglich, Absperrung hin, dann wieder weg: "Dann landen wir beim Bau im Jahr 2021."

Die geplante Umleitung über Süßebach erfüllt für Thomas Röh (CDU) ihren Zweck nicht. Sie sei teils viel zu schmal. Wenn da Landmaschinen fahren, ginge nix mehr, sieht Mario Garcia Gomez (CDU) lange Staus kommen. "So viele Ausweichstellen können sie gar nicht bauen." Es gebe kein Recht, Landwirtschaftsverkehr einzuschränken, sagte Petzoldt - andere Straßen im Kreis seien für eine solche Umleitung nicht ausgelegt, sagte er zu Ideen, Laster generell von der Strecke zu verbannen. Die Straße über Süßebach sei als Umleitung für einen überschaubaren Zeitraum geeignet, so Petzoldt. Hartmut Hüttner (SPD) sah auch keine Alternative. "Die B 92 war schon länger gesperrt. Nicht schön, aber es ging auch. Wenn es so schnell wie möglich geht, sehe ich nichts anderes."

 
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