Werbung/Ads
Menü

Themen:

Jubilarin Christine Elsner aus Markneukirchen mit ihren EnkelinnenKlara, Louise und Martha.

Foto: Eckhard SommerBild 1 / 4

Festbesucher genießen Blütenpracht

Ein Meer aus Weiß, Pink und Gelb: Bad Elster stand am Wochenende ganz im Zeichen des Rhododendronfestes. Zur Premiere strömten einige tausend Besucher in den Kurort. Sie kamen aus dem Staunen nicht heraus.

Von Eckhard Sommer
erschienen am 14.05.2018

Bad Elster. Wenn man es genau nimmt, so war es längst überfällig und nur eine Frage der Zeit, bis aus einem Kleinod im Kurpark, das gerade im Mai bis in den Juni hinein nicht zu übersehen ist, mehr gemacht wird: die Vielzahl und Vielfalt an Rhododendron-Sträuchern. Mit ihren großen Blüten in Weiß, Orange, Pink und Gelb sind sie eine Augenweide beim Flanieren durch die Anlagen und schwängern zudem die Luft mit einem betörenden Geruch. Das Zuwenig an Nutzung gehört seit dem Wochenende der Vergangenheit an, ist eingebettet in das Doppeljubiläum 200 Jahre Gesundheitstradition und 170 Jahre Sächsisches Staatsbad. Dass es bei der Premiere des Rhododendronfestes nicht bleiben wird, dürfte angesichts der Resonanz auch für die nächsten Jahre gebongt sein. Warum, das erfragte "Freie Presse" bei einigen Besuchern.

Am Samstag bekam Christine Elsner aus Markneukirchen viele Blumen geschenkt, denn sie feierte ihren 80. Geburtstag. Dem wurde am Nachmittag in Bad Elster noch eine königliche Krone aufgesetzt. Die Jubilarin machte mit Verwandten einen Ausflug zum Rhododendronfest und kam aus dem Staunen nicht heraus: "Ich kenne die Sträucher noch von früher. Da war ich oft hier. Es hat sich nichts verändert, nur eins: Die Sträucher sind viel größer geworden und haben viel mehr Blüten. Einfach wunderbar." Ihr Ehrentag wird Christine Elsner noch lange in Erinnerung bleiben, denn sie war nicht sie einzige Besucherin, die die Idee der Staatsbäder GmbH, der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und des Gewerbevereins nutzte und sich in einem riesigen Bilderrahmen mit weißer Blütenpracht im Hintergrund fotografieren ließ.

Als sich die Türen des Reisebusses aus Suhl geöffnet hatten, strömten die Passagiere sogleich in alle Richtungen aus. Wo nur zuerst Halt machen und den Fotoapparat zücken für einen Schnappschuss im Blütenmeer? Für Christel Groß, Anna Wedel und Regina Döhler gab es kein langes Zaudern. Während sie sich vor den Rhododendronsträuchern am Kurhaus einen attraktiven Platz einnahmen, wartete Günter Wedel geduldig. Und dann: Gruppenbild mit Damen vor einem historischen Gebäude in herrlicher Naturkulisse. "Das ist doch herrlich, die Blüten, der blaue Himmel und dieser Duft. Wir waren schon mal in Bad Elster und haben das Blühen gesehen, aber dass jetzt ein richtiges Fest daraus gemacht wird, ist eine gute Idee", meinte Anna Wedel.

Gartenbauingenieurin Elke Sternitzky kam nur wegen der Sonne ins Schwitzen, ansonsten ließ sie sich nicht in Verlegenheit bringen. Beim Rundgang durch die Anlagen hatte sie auf jede Frage der interessierten Besucher eine sachkundige Antwort. Beispielsweise, dass viele der Rhododendren im Kurpark mindestens 90 Jahre alt sind, was historische Fotos von 1930 belegen. Oder: Wenn schon Dünger, dann keinen flüssigen und explosiven, sondern einen, der von den Sträuchern nach und nach aufgenommen werden kann. Außerdem: Staunässe ist Gift und Rhododendren sind Flachwurzler, was bedeutet, dass der Boden mit einer Hacke statt mit einem Spaten gelockert werden sollte. Dann natürlich die Frage vieler Hobbygärtner: Müssen verblühte Blüten abgezwackt werden? Sofern man an sie herankommt, wäre es nach dem Tipp von Elke Sternitzky angebracht, weil nicht die Samen dadurch gestärkt werden, sondern der Wuchs der Grünteile.

Es gab im Kurpark nicht nur viel zu sehen, zu riechen und zu bewundern. Unter anderem am "Blümchen"-Stand von Christine Piehler konnten Rhododendron-Setzlinge für den heimischen Garten erworben werden, einschließlich Gratistipps für die Pflege, was auch Monika Radomski aus Jena gerne und dankbar annahm. Uwe Bernhard half bei der Beratung, weil er sich auskennt, und das aus gutem Grund: "Ich habe viel Wissen von meinem Vater mitbekommen. Zu DDR-Zeiten war er im Arbeitskreis Rhododendren und im Staatsbad bis 1988 als Sektorleiter Gartenbau auch für diese Sträucher zuständig."

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 16.04.2018
Ennio Leanza
Bilder des Tages (16.04.2018)

Protest, Winterabschied, Schnappschuss, Marathon, Zerstörung, Wildkätzchen, Wut in Athen ... ... Galerie anschauen

 
  • 18.03.2018
Alastair Grant
Unabhängige Experten untersuchen Gift im Fall Skripal

London/Moskau (dpa) - Schwere Vorwürfe im Fall des Ex-Spions Skripal: Großbritannien hat nach eigenen Angaben Beweise für die Produktion und Lagerung des verbotenen Nervengifts Nowitschok in den vergangenen zehn Jahren in Russland. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 07.03.2018
Christin Klose
Ist Kaffee Teufelszeug oder ein Wundermittel?

Lübeck (dpa/tmn) - Lange Zeit galt Kaffee als Gift: nervenschädlich, herzbelastend, magenreizend. Es ist nicht so, dass die Menschen das interessiert hätte. Ob morgens zum Aufwachen oder am Nachmittag zum Bienenstich - Kaffee gehört seit jeher zum Alltag der meisten Deutschen. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 01.03.2018
Andrew Medichini
Bilder des Tages (01.03.2018)

Holi in Indien, Rechte Hand, Kalt und schön, Gruppenbild, Gewagt, «Mafia verschwinde», Bunt ... ... Galerie anschauen


 
 
 
Wetteraussichten für Oelsnitz
Mo

23 °C
Di

23 °C
Mi

21 °C
Do

23 °C
Fr

22 °C
 
Unsere Youtube-Videos

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freie Presse Immobilien
Immobilienangebote im Vogtland

Finden Sie Ihre Wohnung im Vogtlandkreis

Immobilienportal

Mietangebote

Kaufangebote

 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
Freie Presse vor Ort

08248 Oelsnitz/V.
Wallstraße 1
Telefon: 037421 560-0
Öffnungszeiten:
Mo./Di./Do. 9:00 - 13:00 Uhr u. 14:00 - 17:00 Uhr
Mi. und Fr. 9:00 - 13:00 Uhr

weiterlesen
 
 
 
 
Freie Presse Newsletter

Mit dem Newsletter der Redaktion immer auf dem Laufenden sein.

Hier anmelden!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm