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Das älteste Wirtshaus von Posseck hat Einwohner Dietmar Kühn im Modell nachgebaut. Der Fachwerkbau ist imDomizil des Heimatvereins Posseck, der Hagerscheune, zu besichtigen.

Foto: Helmut Schneider

Possecker baut verschwundene Häuser seines Heimatortes nach

Dietmar Kühn lässt prägende Bauten des Dorfs als Miniatur wieder entstehen. Das älteste Wirtshaus ist nur der Anfang.

Von Helmut Schneider und Ronny Hager
erschienen am 16.05.2018

Posseck. Welche Gebäude das Ortsbild von Posseck geprägt haben, dies kann Dietmar Kühn ohne Mühe erzählen oder aufschreiben. Das ist das eine - zu zeigen, wie diese Häuser aussehen, ist das andere. Als Kühn vor drei Jahren eine gut 150 Seiten dicke Chronik seines Heimatdorfes veröffentlichte, baute er auch eine Dokumentation von fast 30 Häusern ein, die abgerissen wurden. Daraus entstand bei ihm die Idee, nach dem Vorbild der Miniatur-Schauanlage Klein-Vogtland Adorf einstige Possecker Bauwerke im Maßstab 1:25 nachzubauen.

Da weder Baupläne oder Zeichnungen vorhanden waren, dienten Fotos als Grundlage für die Gestaltung der Gebäude. Mit viel Einfühlungsvermögen und handwerklichem Geschick entstand so das erste Modell - es zeigt das älteste Wirtshaus von Posseck, gelegen an der Alten Straße. Bei der farblichen Gestaltung des Gebäudes bekam Dietmar Hilfe durch den Malermeister Jürgen Schubert aus Rautenkranz, bekannt unter anderem durch seine Gestaltung von Milchkannen. Der Fachwerkbau ist jetzt in der Heimatstube des Ortes in der Hagerscheune zu sehen. Im Rohbau befindet sich gegenwärtig das Modell eines Umgebindehauses, welches am Dorfplatz stand. Weitere Projekte sieht Dietmar Kühn in der Darstellung der einstigen Possecker Windmühle, der alten Bäckereien, Rudorf und Albert am Dorfanger, die über viele Jahre im ruinösen Zustand im Ortskern standen, im Nachbau der Kirche und des wertvollen, heute verfallenden Schlosses. Für Kühn, viele Jahre Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes Aproha in Juchhöh (Gemeinde Tirpersdorf), ist der Nachbau wichtiger Possecker Gebäude eines von mehreren Projekten, die nach dem Abschied aus dem Berufsleben gewonnene Freizeit sinnvoll zu nutzen. Für seine reich bebilderte Chronik des 1325 erstmals erwähnten Dorfes - der Name Poseck wird mit Waldhau, Holzschlag übersetzt - trug er fünf Jahre Fotos und Fakten zusammen, sammelte Dokumente, Zeitzeugenberichte, erhielt Unterstützung von Freunden und Vereinen. Zudem bemüht sich der 66-Jährige um das Aktivieren von Wanderwegen im Umfeld seines Heimatortes, wofür es mit dem 2016 eingeweihten Wanderweg zu Schicksalsorten (Triebel-Wiedersberg, 22,5 Kilometer) einen Anknüpfungspunkt gibt.

 
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