Ihr großes Mode-Vorbild ist Herzogin Kate

Seit Kurzem ist Barbara Riss neue Plauener Spitzenprinzessin. Sie hat schon einiges erlebt - und noch viel vor. Zum Beispiel eine Spitzen-Tour.

Plauen.

Barbara Riss trägt zum Interview einen ganz besonderen Halsschmuck und zeigt eine passende Clutch vor. Sowohl Kette als auch Handtasche haben eines gemeinsam: schwarze Plauener Spitze. "Ich versuche, immer mal Spitze an mir zu haben", sagt die 26-Jährige, die am 18. Juni zur neunten Spitzenprinzessin gekrönt worden ist und seitdem als Gesicht der Traditionsmarke und der Region gilt. Allerdings ist das bei Weitem nicht die einzige Veränderung für sie.

Die größte ist für Riss das Mehr an Aufmerksamkeit. Nach der Wahl musste die Treuenerin erst mal kurz im Zelt runterkommen, erzählt sie. Danach stand gleich ein Foto-Termin im Spitzenmuseum an. Auch Bilder für ihre Autogrammkarten wurden gemacht. Die kamen schon bei der Nacht der Museen am vergangenen Freitag zum Einsatz. Die Leute standen Schlange für einen nahen Blick auf die Prinzessin und ihren Namenszug. "Ich habe etwa 150 Karten unterschrieben", sagt die 26-Jährige. Sowohl für schüchterne kleine Mädchen, schildert sie, als auch für ältere Plauener. "Viele haben mir noch mal gratuliert und mir alles Gute gewünscht", zeigt sich Riss berührt. Auch erste Fanpost habe sie schon erhalten. Offizielle Termine gingen ab August los, auf jeden Fall sei eine Messe dabei.

Im Spitzenmuseum Plauen trug die Treuenerin übrigens das in rund 100 Stunden selbst genähte Kleid, in dem sie sich am Nachmittag der Entscheidung auf der Bühne zum Sieg getanzt hatte. "Eine Amtsrobe gibt es noch nicht", erklärt die Angestellte im Landratsamt. Aber sie freut sich sehr, dass sie ihre Ideen für das künftige Kleid mit einbringen darf. Modisches Stil-Vorbild ist für sie die britische Herzogin Kate, Ehefrau von Prinz William.

"Die Wahl hat mich weitergebracht", sagt die 26-Jährige. Aus der überstandenen Aufregung sei sie gestärkt hervorgegangen. Aber schon vor der Kür habe sie festgestellt: Obwohl sonst perfektionistisch veranlagt, habe sie auch mal lockerlassen können. Außerdem habe sie ihre Ausdauer mit Erfolg erprobt.

Diese wird während ihrer Amtszeit bis Mai 2020 wohl noch einige Chancen erhalten, sich erneut zu bewähren. Staub vom Spitzen-Image pusten, moderne Produkte vorstellen, junge Leute dafür begeistern - Riss' Pläne gehen noch weiter: "Eine eigene Kleider-Kollektion mit Spitze wäre ein Traum", verrät sie. Für Stoßzeiten im Spitzenmuseum könne sie sich Audioguides vorstellen. Auch eine Spitzen-Tour durch Herstellerbetriebe im Vogtland wäre für sie denkbar, die mit Videomaterial die vielen Variationen der Spitzenprodukte zeigt. "Vielleicht eignet sich so eine Tour auch für Touristen", überlegt die neue Spitzenprinzessin.

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