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Nicht ungefährlich sieht das Gefälle am Spielplatz aus. "Die Topografie ist halt so", sagt WBG-Geschäftsführer Frank Thiele. Der seit 2012 jährlich durchgeführte Tüv habe keine Beanstandungen ergeben.

Foto: Ellen LiebnerBild 1 / 2

Welche Risiken birgt dieser Spielplatz an der Nobelstraße?

Steile Hanglage, schmale Treppchen - ganz schön gefährlich für kleine Füße. Oder? Was WBG- Geschäftsführer Frank Thiele zu der Kritik von Anwohnern sagt.

Von Sabine Schott
erschienen am 12.10.2017

Plauen. Das Schild warnt: Nur Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren dürfen den eingezäunten Spielplatz an der Plauener Nobelstraße nutzen - und das auf eigene Gefahr. Was auf den ersten Blick wie ein Allerwelts-Hinweis anmutet, könnte tatsächlich brisant sein. Denn: Einige Anwohner sorgen sich um das Wohl der Kinder. Sie halten das öffentlich zugängliche Spielgelände für gefährlich. Einer der Gründe für diese Befürchtung ist der steil zur Marktstraße hin abfallende Hang, auf dem die modernen Spielgeräte stehen.

Eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte, habe das Problem bereits mehrfach angesprochen. "Auf der abschüssigen und bei Regen rutschigen Grünfläche kommt es zu Stürzen", schildert die Frau.

Der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (WBG), Frank Thiele, widerspricht den Vorwürfen. Dass der Spielplatz gefährlich sei, nennt er ein Gerücht. "Wir können es eben nicht allen recht machen, selbst wenn wir wollten", sagt er. Seines Wissens nach habe es nie einen Unfall gegeben. Und falls doch, fühle sich die WBG als Spielplatz-Eigentümer nicht dafür verantwortlich. "Wenn Eltern ihre Kinder unbeaufsichtigt dort spielen lassen, kommen sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nach", so Thiele.

Auch den von Anwohnern bemängelten und angeblich unerträglichen Krach will der WBG-Chef so nicht stehen lassen. Die Anwohnerin hatte zuvor von "pausenlos herumschreienden" Kindern berichtet. Thiele entgegnet dem: Durch Kinder verursachter Lärm sei auf einem öffentlichen Spielplatz zu dulden. Die Beschwerdeführerin will sich indes nicht als Kinderhasserin hinstellen lassen. Sie sei selbst Mutter. Drei Kinder habe sie großgezogen. Wenn sie auf dem Spielplatz jedoch die Eltern anspreche, ob"s beim Spielen nicht leiser gehe, bekäme sie schnippische Antworten. Ihr Balkon zeigt nach hinten zur Nobelstraße. "Das ist wie ein Trichter hier im Hof", klagt die Seniorin. Von ihrer Vermieterin, der WBG, so empfindet es die Frau, habe sie ein "Sprechverbot" bekommen.

Die Plauenerin will die Spielplatz-Probleme dennoch aufzeigen, so zum Beispiel auch, dass die Kinder der Sonne direkt ausgesetzt sind. "An heißen Tagen kann man Eier auf der Metallrutsche braten", sagt sie. Denn nirgend spenden Bäume oder wenigstens ein Sonnensegel Schatten. "Wer das nur genehmigt hat", fragt sich die Rentnerin. Frank Thiele sagt dazu: "Das ist auch auf anderen Spielplätzen der Fall." Der seit 2012 jährlich durchgeführte Tüv habe zudem keine Beanstandungen ergeben.

Frank Thiele ist stolz auf den Spielplatz neben dem schmucken WBG-Haus an der Marktstraße 9, denn der gehöre zum Konzept "Generationsübergreifendes betreutes Wohnen". Das Areal war vor fünf Jahren in Kooperation mit dem Verein Wohn-und Lebensräume eingeweiht worden. 28 barrierefreie Wohnungen stehen zur Verfügung.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
1
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 12.10.2017
    22:06 Uhr

    1960175: Dieser Spielplatz ist Spitze.
    Meine Enkeltochter spielt dort sehr gerne.
    Wer 3 Kinder großgezogen hat weiß, dass Kinder, die beim Spielen Spaß haben, nicht immer leise sind.
    Das hat sie aber bestimmt schon vergessen.
    Aber allen kann man es sowieso nicht recht machen.
    Irgendjemand fühlt sich immer gestört oder will seine Meinung unbedingt kund tun.
    Ich frage mich, warum man einer Nörglerin in der Zeitung soviel Platz einräumt.

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