Wo auf den Plauener Straßen die größte Unfallgefahr lauert

An manchen Kreuzungen kracht es besonders oft. Dagegen will die Stadtverwaltung nun etwas tun. Einige kritische Punkte wurden aber bereits entschärft.

Plauen.

Drei neue Bereiche stuft die aktuelle Unfallstatistik aus dem Polizeirevier Plauen als gefährlich und anfällig ein. Laut Evelyn Schramm, Leiterin der örtlichen Verkehrsbehörde, handelt es sich dabei um diese Kreuzungen:

Jößnitzer-/Chamissostraße:Dort hat es im Vorjahr zehnmal gekracht. "Meist sind Linksabbieger aus Richtung Reißiger Straße oder von der Autobahn kommend schuld gewesen", so Schramm. Allerdings birgt auch die Fußgängerampel über die Chamissostraße in Höhe der Stützmauer am Friedhof I ein Risiko. Denn die Fußgänger haben zur gleichen Zeit Grün wie Rechtsabbieger aus Richtung Jößnitzer Straße. Ein sogenannter Grünpfeil macht die Querung für Passanten, oft Schüler des Lessings-Gymnasiums, zudem kniffelig.

Stresemann/Hammerstraße: An diesem neuralgischen Punkt hat es 2017 acht Unfälle gegeben. Dort kommt es laut Verkehrsbehörden-Chefin Schramm häufig zu Irritationen. Eine neue Ampelanlage ist für die Kreuzung laut Stadtverwaltung deshalb noch in diesem Jahr geplant. Mit ihr soll es für Geradeausfahrer aus Richtung Stresemannstraße bergaufwärts nicht mehr zur Verwechslung des Signals für ihre Fahrspur kommen. Rechtsabbieger erhalten ein eigenes Abbiegesignal, so Schramm.

Pausaer/Morgenbergstraße: In Höhe der Straßenbahnhaltestelle hat es siebenmal gescheppert.Dabei sind fünf Verkehrsteilnehmer schwer, vier leicht verletzt worden. Mit der Straßenbahn hatten diese Unfälle allerdings nicht zu tun. Auffällig oft - viermal - handelte es sich um Passanten, welche die Pausaer Straße gerade überqueren wollten - einer transportierte einenSessel auf dem Kopf. Doch egal, ob eigenverschuldet oder unter Alkoholeinfluss - in Schramms Unfallstatistik tauchen die Vorfälle auf.

Sie kann aber auch vom Rückgang der Unfälle und von Komplettvermeidung berichten, weil Verkehrsregeln geändert worden sind:

Hammer-/Chamissostraße: "Unfallursache war dort der Spurwechsel auf der Hammerstraße auf der Brücke stadtauswärts", erläutert Schramm. Die Markierung sei jedoch geändert, die Mittellinie zwischen zwei Spuren durchgezogen worden. Ergebnis: Bisher gab's 2018 an der Stelle keinen Unfall.

Fabrikstraße: Dort fabrizierten Autofahrer im Schnitt sechs bis elf Auffahrunfälle pro Jahr. Nach der Änderung der Markierung an der Einmündung zur B 92 (Böhlerstraße) ist lediglich ein Unfall aktenkundig.

Dittrichplatz: Beim Queren der Trockentalstraße war es immer wieder zu relativ schweren Unfällen wegen Missachtens der Vorfahrt gekommen. "Deshalb haben wir die Straße Dittrichplatz in eine Einbahnstraße verwandelt." Die Unfallursache ist somit behoben.

Eine technische Lösung für die Plauener Südinsel sei indes noch nicht gefunden, so Schramm. Sie gilt weiter als gefürchtet.

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