Zwei Formationen brillieren bei Folkherbst

Die Jagd nach dem einzigen Europäischen Folk-Preis Eisernen Eversteiner hat begonnen. Die beiden Ensembles, die den schon 26. Wettbewerb am Samstag einläuteten, laufen außerhalb der Wertung.

Plauen.

Schade eigentlich! Schade, dass die Zuschauer für die beiden Eröffnungskonzerte nicht voten konnten. Denn es hätten sich bestimmt viele Besucher für genau diese Multikulti-Truppen entschieden - etwa für das Göksel Yilmaz Ensemble, das mit seinem Auftritt in der Plauener Malzhaus-Galerie eine Deutschland-Karriere beginnen könnte. "Wir waren aber schon in der Schweiz und auch in Indonesien", kokettierte der brillante türkische Musiker und Sänger, dessen Name die Kapelle trägt.

Seit etwas mehr als zehn Jahren haben sich die Rotterdamer Künstler der türkischen, arabischen und kurdischen Musik verschrieben. Ganz selbstverständlich nutzt Yilmaz die Saz, eine orientalische Langhalslaute, der er auch gefühlvolle libysche oder ägyptische Melodien entlockt. An Yilmaz"s Seite ist seine Schwester Funda, deren sirenenhafter Gesang voller Leidenschaft steckt. Außerdem auf der Bühne: Sandor Kern (Bass), Ai Li (Geige) und Udo Demandt (Percussion) - der Mann stammt übrigens aus Plauens Partnerstadt Siegen.

Noch internationaler trumpften wenig später die Musiker von El Flecha Negra, ("Schwarzer Pfeil") im Malzhaus-Keller auf, denn sie kommen aus Chile, Mexiko, Peru, Spanien und Deutschland und leben in ihrer Wahlheimat Freiburg. Beim Folkherbst-Auftakt mixten sie den traditionellen kolumbianischen Cumbia wild mit Reggae- und Ska-Elementen. Dieser fröhliche Lateinamerika-Sound mit den manchmal schmalzigen Trompeteneinlagen à la Zorro ging dem Plauener Publikum sofort ins Herz und in die Beine. Voller Hingabe hatten die Musiker zum Springen und Tanzen aufgefordert. Sie mussten"s nicht zwei Mal sagen. www. freiepresse.de/folk


So geht der Folkherbst weiter

Vom kommenden Samstag bis zum 25. November finden jeweils um 20 Uhr auf der Malzhaus-Kellerbühne die acht Wertungskonzerte statt. Neben der Jury entscheidet das Publikum.

7. Oktober: Großmütterchen Hatz & Klok (Österreich)

14. Oktober: Global Groove (Russland, Serbien, Nigeria, Griechenland)

20. Oktober: Dobranotch(Russland)

21. Oktober: Mäkkelä(Finnland)

27. Oktober: Fabrizio Consoli & Band(Italien)

3. November: Torga(Portugal)

10. November: Maik Mondial(Deutschland)

25. November: Dallahan(Schottland)

Das Sonderkonzert mit Äl Jawala

geht am 1. Dezember über die Bühne.

Tickets gibt es auchbei "Freie Presse".

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