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Jens Heinz - Vorstandsvorsitzender
 

"Die Mitglieder kann man nicht so einfach im Stich lassen"

Jens Heinz, Vorstandsvorsitzender des Volkssolidarität-Kreisverbandes Zwickauer Land zu Plänen und Angeboten

erschienen am 24.03.2018

Zwickau/Werdau. Der Kreisverband Zwickau-Stadt der Volkssolidarität ist aus dem Landesverband ausgetreten. Davon wurden viele Mitglieder überrascht. Sie sind jetzt im Kreisverein Zwickauer Land willkommen. Zu der Problematik und weiteren Themen sprach Uwe Mühlhausen mit dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Zwickauer Land, Jens Heinz.

Freie Presse: Kam die Entscheidung des Zwickauer Vereins, den Landesverband der Volkssolidarität zu verlassen, für Sie über- raschend?

Jens Heinz: Vollkommen überraschend, auch wenn diese inzwischen drei Monate zurückliegt. Wobei ich dazu aber auch sagen muss, dass es in der Vergangenheit nur wenige Kontakte mit dem Zwickauer Stadtverband gab. Jeder Verein arbeitet selbstständig und ist unter dem Dach des Landesverbandes der Volkssolidarität organisiert. Der Landesverband Sachsen zählt ak- tuell 22 Mitgliederverbände.

Der Stadtverband Zwickau geht nun andere Wege. Was wird aus den ehemaligen Ortsgruppen des Vereins?

Wir sind für alle Mitglieder der Volkssolidarität offen. Wenn es eine ehemalige Ortsgruppe oder auch Einzelperson aus dem Zwickauer Raum wünscht, weiterhin Mitglied im Wohlfahrtsverband zu bleiben, sind sie uns jederzeit willkommen. Natürlich wollen wir die Mitglieder in der Volkssolidarität halten. Neben einem Wechsel zu unserem Verband, haben sie aber auch die Möglichkeit beispielsweise in den Kreisverband Glauchau/Hohenstein-Ernstthal zu wechseln.

Gab es in den zurückliegenden Wochen derartige Anfragen?

Ja, zum Beispiel aus dem Raum Mülsen. Derzeit liegen rund 150 Anfragen von ehemaligen Mitgliedern des Kreisverbandes Zwickau vor, mit der Bitte, deren Mitgliedschaft weiterzuführen. Man darf dabei nicht vergessen, dass die meisten Mitglieder der Volkssolidarität der Organisation seit Jahrzehnten angehören und die Mitgliederstruktur ein hohes Durchschnittsalter hat. Die kann man als Verband nicht plötzlich im Stich lassen. Das widerspricht dem Charakter der Volks- solidarität. Unser Leitspruch lautet "Miteinander - Füreinander". Wobei ich betonen möchte, dass mir über die Arbeitsweise des Zwickauer Verbandes keinerlei Urteil zusteht.

Der Kreisverband Zwickauer Land hat seinen Sitz in Werdau. Wie wollen Sie die Zwickauer Mitglieder erreichen?

Der Vorstand hat bereits den Geschäftsführer, Steffen Gruna, beauftragt, in Zwickau als erste Anlaufstelle ein Mitgliederservicebüro einzurichten.

Gibt es dafür schon einen Standort?

Wir bieten in Zwickau an der Lessingstraße eine Beratung für Migranten an. In den Räumen wird nach aktuellen Überlegungen zusätzlich das Mitgliederservicebüro eingerichtet. Dort finden Interessenten, aber vor allem die Mitglieder der Volkssolidarität aus der Stadt und dem Raum Zwickau, für all ihre Fragen einen Ansprechpartner vor. Darüber hinaus haben wir bereits begonnen, unser Netz an Pflegestützpunkten und Begegnungs- einrichtungen für Mitglieder auf die Region Zwickau auszudehnen und mit unseren Nachbarstrukturen abzustimmen.

Wird der Kreisverband auch Einrichtungen, die der Zwickauer Verband bisher in der Stadt betrieb, übernehmen? Ich denke da beispielsweise an die Trägerschaft von Kindergärten.

Nein. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Diesbezüglich wird es derzeitig keine Änderung geben. Der ehemalige Kreisverband Zwickau hat sich umbenannt und wird weiterhin Bildungs-, Betreuungs- und Sozialangebote anbieten. Das betrifft auch die Trägerschaft von Kindergärten.

Das heißt, dass der Kreisverband Zwickauer Land kein Interesse an der Übernahme beziehungsweise Trägerschaft weiterer Einrichtungen hat?

Das ist nicht korrekt. Im Gegenteil. Um beim Beispiel Kindergärten zu bleiben: Sollte eine Kommune neue Träger für eine Einrichtung suchen, sind wir für Gespräche bereit und werden uns bewerben. Im Übrigen sind wir nicht nur in der Kinderbetreuung aktiv, sondern breit aufgestellt. Wir unterhalten auch Begegnungszentren, Betreute Wohnanlagen, ein Pflegeheim und Hilfen in der ambulanten Pflege. Angebote im Bereich der psychologischen Beratung und die Begleitung von Migranten runden das Profil des gemeinnützigen Verbandes ab. Mit 170 Beschäftigten sind wir ein mittelständiges Unternehmen. Hinzu kommen rund 600 Vereinsmitglieder.

Klingt nach einem florierenden Unternehmen. Das sah noch vor fünf Jahren ganz anders aus.

Stimmt. Sie sind gut informiert. Ich wurde 2013 quasi als Mitsanierer dazu geholt und im gleichen Jahr auch zum Vorsitzenden des Kreisverbandes gewählt. Inzwischen befinden wir uns wieder auf einem guten Weg mit überaus motivierendem Jahresergebnis 2017.

Jens Heinz ist 47 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte arbeitet bei der Firma Roth in Lichtentanne und ist dort unter anderem für den Ver trieb zuständig. Seit 2013 ist er Vorsitzender des Kreisverbandes der Volkssolidarität Zwickauer Land. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.

 
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