Bahnverbindung von Chemnitz nach Leipzig verschlechtert sich

Auf der Strecke wechselt der Betreiber. Die Mitteldeutsche Regiobahn wird hier frühere DDR-Züge pendeln lassen - zwar modernisiert, aber eben über 25 Jahre alt. Es gibt mehr als nur eine Kritik.

Chemnitz.

Bahnreisende, die von Chemnitz nach Leipzig wollen, müssen sich ab 13. Dezember umgewöhnen. Mit dem neuen Betreiber auf der 81 Kilometer langen Strecke wechseln auch die Züge. Gestern stellte die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) ihre Fahrzeuge erstmals vor. Zum Einsatz kommen vier Zugpaare mit je fünf Reisezugwagen, die von einer Diesellok gezogen werden. Vier Züge pendeln täglich, einer sei als Reserve vorgesehen, sagte der Geschäftsführer der MRB-Muttergesellschaft Transdev.

Bei den Wagen handelt es sich um mehr als 25 Jahre altes früheres Reichsbahnmaterial. Die nicht klimatisierten Fahrzeuge wurden bislang von der zur Transdev gehörenden Nord-Ostsee-Bahn genutzt, die sie zwischen Hamburg und Westerland (Sylt) einsetzte bzw. dort als Reserve vorhielt. "Was für die Reichen und Schönen auf Sylt gut ist, muss es auch für Chemnitz sein", rechtfertigte Bartels die schon in die Jahre gekommenen Züge. Derzeit würden die Fahrzeuge überholt. "Alle Wagen erhalten eine neue Außenlackierung, zudem werden die Innenräume modernisiert", erklärte MRB-Chef Matthias Löser. Die Vorbereitungen liefen, einem pünktlichen Start stehe nichts im Wege, hieß es.

Die Regionalexpresslinie die im Stundentakt beide Städte verbindet, war im vorigen Jahr neu von den Verkehrsverbünden ausgeschrieben worden. Die MRB hatte sich gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt - dazu gehörte auch die Deutsche Bahn, die hier bislang mit Dieseltriebfahrzeugen fährt. Der Vertrag der MRB läuft bis maximal 2025.

Kritik an den Zügen kam vom Fahrgastbeirat des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) und dem Sozialverband VdK. Beiratsprecher Dietmar Dedores bezeichnete das MRB-Angebot als "insgesamt einen technischen Rückschritt", VdK-Mitarbeiterin Annett Lützelberger kritisierte die unzureichende Barrierefreiheit der Züge. Während die Fahrzeit von Chemnitz nach Leipzig nahezu gleich bleibt, verlängert sie sich in der Gegenrichtung um sieben Minuten auf 1:05 Stunden. Löser begründete das mit dem weitgehend einspurigen Streckenprofil, das bei der Modernisierung vor mehr als zehn Jahren auf die Neigetechnikfahrzeuge der Deutschen Bahn angepasst worden sei.

Steile Einstiege, zu kleine Türen, längere Wartezeiten

Fehlende optische Anzeigen, schwergängige, mit der Hand zu öffnende Türen, zu steile Einstiege - Annett Lützelberger, die für den Sozialverband VdK im Behindertenbeirat des Verkehrsverbundes VMS sitzt, fand in Sachen Barrierefreiheit etliche Kritikpunkte an den Zügen. Auch die Gänge in den Abteilwagen seien für Menschen mit Gehhilfen ungeeignet. Die Zwischentür zu dem Bereich, der für Rollstuhlfahrer vorgesehen ist, verpasst ihr zufolge mit 78 Zentimetern das Standardmaß der DB um zwei Zentimeter. Gut sei, dass alle Züge mit Zugbegleitern besetzt seien.

Reisende, die in Leipzig Fernzüge erreichen wollen, müssen sich teils auf längere Umstiegszeiten einstellen. So verkürzt sich zwar die Fahrtzeit nach Frankfurt (Main) um eine halbe Stunde, der Kunde aus Chemnitz braucht dennoch genauso lange wie heute. Beim VMS hieß es, es gebe keine Abstimmung zwischen dem DB-Fernverkehr und dem Nahverkehr, den die Verbünde bestellen. (jdf)

Nach Leipzig geht es künftig in aufpolierten Reichsbahnwagen

Ein Blick in ein Erste-Klasse-Abteil. Die Sitzpolster sehen nagelneu aus. Der Tisch versprüht allerdings noch reichlich DDR-Charme. Die Fenster lassen sich überall öffnen, denn die Wagen sind nicht klimatisiert. Die mehr als ein Vierteljahrhundert alten Reisezugwagen waren bislang bei der Nord-Ostsee-Bahn im Einsatz, teils auf der Strecke Hamburg-Westerland (Sylt), teils als Reservewagen.

Im Gegensatz zu den Wagen ist das "Zugpferd" ganz modern: Die Mitteldeutsche Regiobahn nutzt Dieselloks des Typs ER 20 von Siemens. Die Loks sind bis zu 140 km/h schnell. Die geplanten Fahrzeiten von 59 beziehungsweise 64 Minuten seien "anspruchsvoll", so die MRB.

Papierkörbe gibt es in den Abteilen nicht, stattdessen sollen Plastiktüten aufgehängt werden. Dieses Prinzip habe man schon im bisherigen Einsatz bei der Nord-Ostsee-Bahn getestet. Das habe sich bewährt, hieß es.

Einer der Reisezugwagen, die die MRB künftig auf der 81 Kilometer langen Strecke einsetzt. Es handelt sich um Fahrzeuge, die einst die DDR-Reichsbahn in den späten 1980er-Jahren angeschafft hatte. Der Betreiber hat die Wagen neu lackiert und die Innenräume modernisiert.

Statt roter Dieseltriebfahrzeuge der Deutschen Bahn werden ab 13. Dezember zwischen Chemnitz und Leipzig grau-blau-lackierte Reisezugwagen der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) rollen. Die Tochter des Verkehrsunternehmens Transdev (früher Veolia) hatte eine entsprechende Ausschreibung der Verkehrsverbünde Mittelsachsen (VMS) und Nahverkehrsraum Leipzig gewonnen. Nach den Worten von MRB-Geschäftsführer Matthias Löser sollen die Züge mit je fünf Wagen ausgestattet sein, das entspreche rund 300 Sitzplätzen. Platz sei zudem für bis zu 20 Fahrräder oder sechs Kinderwagen. Jeweils vier der fünf Wagen haben demnach - wie es bei alten Reisezügen üblich war - geschlossene Abteile. Auf Wunsch der Fahrgäste soll es zudem Ruhebereiche in der Mitte der Abteilwagen geben - Handys und laute Gespräche sind dort tabu. Das Personal werde angehalten, darauf zu achten, so Löser. 18 Lokführer und 16 Zugbegleiter sollen für den reibungslosen Betrieb auf der Regionalexpresslinie, die Leipzig und Chemnitz im Stundentakt verbindet, sorgen. Von der Deutschen Bahn werde aber kein Personal übernommen. Die Linie wird laut VMS von jährlich 1,5 Millionen Reisenden genutzt.

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22Kommentare
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    lupo
    17.12.2015

    ...ich liiiiiebe mein Auto!!!!!

  • 0
    3
    kohlrabischorle
    19.10.2015

    Nix

    für

    ungut,

    aber

    wenn

    ich

    Romane

    lesen

    möchte,

    dann

    kaufe

    ich

    mir

    welche.

    Trotz

    aller

    (manchmal sogar sachlicher)

    Diskussionsfreude

    muss

    ich

    feststellen,

    dass

    früher

    an

    den

    Telefonzellen

    folgender

    Satz

    stand:

    Fasse

    dich

    kurz!

  • 6
    1
    Juergen79
    19.10.2015

    Guter Beitrag FSB!

    Meine persönliche Meinung dazu:
    Ich finde die derzeitige Bahnanbindung nach Chemnitz für Geschäftsreisende und Dauerpendler unzumutbar und völlig inakzeptabel.
    Den Bahnreisenden wird ein Standard geboten, der nicht mehr zeitgemäß und dem heutigen Stand der Technik und des Komforts entspricht.
    Als größtes Problem sehe ich die nicht vorhandene Barrierefreiheit der Türbereiche in den Waggons. Vor allem für ältere Reisende und beeinträchtigte Reisende ist das Ein- und Aussteigen über die manuellen und schwergängigen Türöffner, sowie die hohen Tritthöhen der Stufen inakzeptabel.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Unterstell- / Ablagemöglichkeit von Reisegepäck. Möchte ich mit einer vierköpfigen Familie zum Flughafen, ist es nahezu unmöglich größere Koffer zu verstauen. Selbst vorhandene Ablageflächen entsprechen nicht mehr den heutigen Koffergrößen.

    Ein dritter Kritikpunkt betrifft die generelle Reisezeit und Anschlussbedingungen. Hier verweise ich auf die sehr gut geschilderte Situation von FSB in seinem Beitrag, den ich nur unterschreiben kann.

    Alles in allem ein Rückschritt und Ohrfeige für jeden, der zumindest ansatzweise überlegt, die Bahn für bestimmte Fahrten dem Auto vorzuziehen. Weiterhin ist es für die Region Chemnitz ein klarer Standortnachteil! Ein Ausbau der Chemnitzer Stadthalle zu einem Konferenz- und Tagungszentrum wird mit so einer miserablen Bahnanbindung massiv torpediert. Die Anfahrt-Bedingungen zum Tagungsort werden bei Entscheidern bei der Vergabe überregionaler Tagungen/Konferenzen eine wichtige Rolle spielen.

    Chemnitz braucht dringend einen IC/ICE-Anschluss!!!

  • 2
    0
    Registrierter
    19.10.2015

    "Chemnitz-Leipzig ist keine Fernbahnanbindung": Ja. Und ganz genau das ist das Problem. Fernbahn abgeschafft (nicht durch die Chemniter OB), die Strecke (außer Neigetechnik) durch Bund und Land (auch nicht durch die Chemniter OB ;-) ) nicht ausgebaut (Elektrifizierung, zweites Gleis) und nun auch noch der Transport dahin -unter bislang vorhandenem- Niveau. ich denke, darin sind wir uns einig. Oder? :-)

  • 2
    0
    Registrierter
    19.10.2015

    Ich verstehe nicht, warum bei der Deutschen Bahn immer so viel Geld für Züge augegeben wird, wenn es auch so einfach geht. Wozu meckern, was will man denn als Chemnitzer mehr?

















    ;-)

  • 1
    1
    SAEWAG
    19.10.2015

    @Registrierter: »Hier geht es nicht um Luxus, sondern darum, dass man Chemnitz mit primitivem abgeschriebenem Wagenmaterial billig abspeisen will und es uns als Fortschritt verkauft!«

    Nicht »man«, also irgendjemand will »Chemnitz« billig abspeisen. Nein, es ist »Chemnitz« höchstselbst, daß diesen Mist zu verantworten hat. Wer steht denn dem ZVMS als Aufgabenträger vor? Doch nicht der Mann vom Mond. Nein, es ist die Chemnitzer OB, die zusammen mit ihrer Chaostruppe vom ZVMS und dem scheinbar schon pathologischen Hass auf die DB (Regio Südost) diese unbedingt draußen haben wollten. Unter fadenscheinigen Begründungen wurde dort der Verkehr mit den Neigetechnikzügen – die man nicht toll finden muß, die aber wenigstens die Chance geboten hätten, die fast kompletten Anschlußverluste in Leipzig zu vermeiden – als zu teuer abgelehnt.

    Stattdessen muß man, als ZVMS, aber unbedingt eigene Fahrzeuge beschaffen (Coradia Continental für die Sachsen-Franken-Magistrale) und auch noch eine eigene teure Werkstattinfrastruktur haben wollen. Noch größerer Schwachsinn ist die Beschaffung von annähernd 5 Mio. (Stückpreis!) teuren Straßenbahnen fürs ach so tolle »Chemnitzer Modell«.
    Um die Relation zu verdeutlichen: Die Sitzplatzkosten liegen damit auf Fernverkehrsniveau! Wie sich mit solchen Eiern in der Bilanz jemals auch nur halbwegs (wörtlich! Kostendeckungsgrad im ÖPNV) rentabler Verkehr rechnen soll, können einem höchstens verantwortlichen Protagonisten schönrechnen.

    Also beschweren Sie sich bitte dort!

  • 1
    2
    Klemmi
    19.10.2015

    @Registrierter: Erstens: Chemnitz-Leipzig ist keine Fernbahnanbindung; Zweitens: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Leipzig wegen dem Zug über Chemnitz lacht, die haben ziemliche Probleme mit ihrer neuen (hightech) S-Bahn. Drittens: Beleidigt wurde niemand, lediglich die unangemesse Kritik kritisiert. Viertens: Wenn Sie für Chemnitz kämpfen wollen, stellen Sie sich in DD auf die Straße (ist ja gerade Kult) und demonstrieren Sie für einen ernstgemeinten, fundierten Ausbau der Strecke, anstelle über das Wagenmaterial zu klagen, welches noch oft im Einsatz ist und nicht schlechter ist, als die störanfälligen Triebwagen wie VT 612 oder Talent.

  • 3
    2
    Registrierter
    19.10.2015

    "Warum wird bei uns in Sachsen schon von vornherein alles schlecht gemacht??? Ich verstehe das nicht."Und warum beileidigst du die Sachsen und bezeichnest sie als Schlechtmacher??? Hast du dir den Zug vor Ort überhaupt angeschaut? Warum sollen wir uns mit einer wesentlichen Verschlechterung begnügen? Wie oft fährst du selbst derartige Strecken? Hast du schon mal mit müden Kindern auf auf dem Bahnhof 'rumgehangen, weil die Anschlüsse nicht stimmen? Ist dir bekannt, dass es sich hierbei um die einzige Fernbahnanbindung handelt? Du findest das völlig okay, wenn alle ringsherum mit zeitgemäßem Wagenmatierial reisen können und nur noch nach "Karl-Marx-Stadt" heute Chemnitz ein renovierter Oldtimer steht, über welchen auf dem Leipziger Bahnhof alle lachen werden? Das ist alles ganz logisch für dich? Warum kämpsft du nicht für Chemnitz, sondern läßt dich mit längeren Fahrzeiten, Minigängen, behindertenunfreundlichen und unklimatisierten Zügen auf einem unelektrifizierten Einzelgleis abspeisen? Was ist so schön daran? Kennst du den Unterschied zwischen Kritisieren und Meckern? Hier geht es nicht um Luxus, sondern darum, dass man Chemnitz mit primitivem abgeschriebenem Wagenmaterial billig abspeisen will und es uns als Fortschritt verkauft!

  • 1
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    Katharina152
    18.10.2015

    @Klemmi: Ich kann das nur bestätigen, dass in westdeutschen Regionen zum Teil noch sehr alte Bahnen unterwegs sind. Als ich das erste Mal in solch einem Zug saß, dachte ich, es ist ein historischer Zug auf Sonderfahrt. Aber nein, der fährt dort immer und niemand, wirklich niemand beschwert sich.
    Warum wird bei uns in Sachsen schon von vornherein alles schlecht gemacht??? Ich verstehe das nicht.
    Die Anschlusszeiten können nicht für alle passend gemacht werden, das ist ja ganz logisch. Und mal warten müssen, das ist in Leipzig kein Problem, das war und ist nur problematisch an kleineren Bahnhöfen, wo nicht mal ein Warteraum zur Verfügung steht.

    @Conlink: Die größte Strecke ist ja wohl von Leipzig nach Hamburg mit dem ICE, da dürften Sie ja wohl das kleine Stück bis nach Leipzig bequem aushalten!!

  • 11
    0
    FSB
    17.10.2015

    Thema Fahrzeit und Anschlüsse, das eigentliche Problem (!):

    Der Artikel geht am eigentlichen Problem vorbei. Das Problem ist nicht der Komfort, sondern dass die Wagen nur 140 Km/h fahren dürfen und dadurch die Anschlüsse in Leipzig dadurch zum Teil nicht mehr klappen. So verlängert sich die Reisezeit in den Relationen Frankfurt - Erfurt - Chemnitz sowie Ruhrgebiet - Hannover - Chemnitz die Reisezeit um eine Stunde!

    Der RE nach Chemnitz fährt heute in Leipzig zur Minute 26 ab, bei Warten auf Anschlußreisende spätestens zur Minute 30. Nach dem neuen Fahrplan fährt der Zug schon zur Minute 20 ab.
    Das Problem: Die IC aus Hannover erreichen Leipzig zur Minute 19, der Anschluß nach Chemnitz ist also noch zu sehen, wenn man den IC verlässt fährt die MRB ab. Eine Stunde Wartezeit ist die Folge.
    Die ICE aus Frankfurt kommen aktuell zur Minute 46 an, also jetzt schon immerhin 40min Übergang. Zum neuen Fahrplan geht die ICE-Neubaustrecke Erfurt - Leipzig in Betrieb, so das die ICE zur Minute 23 in Leipzig sind, als drei Minuten nach der Abfahrt der MRB. Man wartet nun hier ebenfalls eine knappe Stunde!

    Beim Anschluß aus Hannover liegt es an der MRB mit ihren 140km/h-Wagen. Da diese langsamer sind als die bisherigen VT 612, muß scheinbar eher abgefahren werden. Beim Anschluß aus Frankfurt liegt es an der Eröffnung der Neubaustrecke, infolgedessen DB-Fernverkehr seine Fahrpläne geändert hat.
    Alles in allem für Chemnitz eine fahrplantechnische Katastrohe, da aus nahezu allen gängigen Pendlerrichtungen eine Stunde Aufenthalt in Leipzig unumgänglich wird. Wenigstens funktioniert der Anschluß von Chemnitz nach Hannover noch.

    Hier wäre eine ordentliche Abstimmung zwischen den jeweiligen Unternehmen bzw. Anbietern/Aufgabenträgern nötig gewesen. Chemnitz hat nun seinen letzten gescheiten Fernverkehrsanschluß durch nicht mehr passende Fahrpläne verloren. Sowas hätte doch mit etwas Vorausschau verhindert werden können!
    Wie man liest, möchte der VMS ab Fahrplanwechsel die Verstärkerzüge zwischen Chemnitz und Zwickau wieder anbieten. Wäre es mit dem Geld nicht möglich gewesen, den Thüringer RE1 wieder von Glauchau bis Chemnitz zu verlängern? So hätte Chemnitz wieder eine umsteigefreie Verbindung zum neuen ICE-Knoten Erfurt gehabt! (Die ja vor ein paar Jahren aus Kostengründen in Glauchau gekappt wurde...) Und gleichzeitig eine direkte Anbindung an die thüringer Städtekette mit Gera, Jena, Weimar, Erfurt und Gotha! Chance verpasst!

    Thema Komfort:

    Den Komfort der ehemaligen Reichsbahnwagen finde ich ok, die Wagen sind frisch renoviert, die Einzelsitze z.B. finde ich sehr gut und als die Besten die im SPNV angeboten werden. Der Tisch im 1. Klasse-Abteil, der im Artikel mit "DDR-Charme" beschrieben wird, ist aber auch erst beim privaten Betreiber eingebaut worden, an solche Tische kann ich mich in den ehemaligen 1.Klasse-Abteilen nicht erinnern. Das die Gänge im Abteilwagen sicher etwas eng sind, liegt halt an der Bauart als Abteilwagen an sich. Solche Wagen sind noch bis ca. 2000 zwischen Chemnitz und Rochlitz im Regionalbahndienst unterwegs gewesen, die Steuerwagen sind die Gleichen wie damals im RE nach Leipzig. Als bekannt.
    Man muß sich allerdings schon seitens des Aufgabenträgers - insbesondere auch beim ZVNL - fragen lassen, warum zwischen Eisenach und Halle solche alte Wagen zum Fahrplanwechsel durch moderne, barrierefreie (!) Elektrotriebwagen ersetzt werden, und auf der vom selben Zweckverband mitausgeschriebenen Strecke nach Chemnitz im gleichen Atemzug moderne Triebwagen durch ebensolch altes Wagenmaterial ersetzt werden. Hier Altes durch Neues ersetzt, dort genau andersrum. Eine gewisse Absurdität kann man diesem Tun nicht absprechen! Insbesondere unter dem Blickpunkt der mittlerweile überall geforderten Barrierefreiheit, die zumindest bei Neuausschreibungen berücksichtigt sein sollte. Nach Chemnitz hätten dabei 160km/h-Doppelstockwagen wesentlich mehr Charme gehabt.

  • 6
    4
    fp2012
    17.10.2015

    @crashy9708:
    Aber die Menschheit darf sich schon weiterentwickeln, oder?

    Ab und an nehme ich zum Essen auch Messer und Gabel in die Hand, obwohl es auch mit den Fingern geht.
    Auch das Jagen mit der Keule in der Hand ist manchmal doch etwas mühsam.

  • 6
    2
    gelöschter Nutzer
    17.10.2015

    Nun, mit meinen 1,64 Körpergröße bin ich auch nicht gerade das Optimum, aber trotzdem komme ich dort gut in den Waggon.
    Was die Bodenplatte betrifft:
    Zu meiner zeit ging die Tür nämlich überhaupt nicht auf, wenn etwas darauf gestanden hatte.

    Ob die Stufen draussen liegen oder Metallgitter haben, das ist auch nicht relevant, dernn selbst in Nahverkehrsbussen mit plastüberzogenen Innentritten fliegen Sie schnell hin, wenn nämlich nur ein Hauch von Schnee beim Einsteigen mit in den Bus genommen wird.

    Selbst mit Zwilling-Sportwagen kamen wir in diese Waggons rein - damals glotzten nämlich die Leute nicht und schossen für YouTube oder facebook dämliche Handy-Aufnahmen, sondern packten mit an, dass das gepäck und alle Leute so schnell wie möglich in den Zug kamen - auch Ältere!

    Übrigens:
    Größere Koffer kamen in die Mitte der Sitzreihen und so konnte man mit ausgetreckten Beinen schön in den Sitzen "flätzen" und saß nicht wie ein "Affe auf dem Schleif-Stein"!

    ...und wenn die WC's nur Platz für 1 Person und ein Kleinkind haben:

    Wozu braucht man mehr?
    Selbst zu DDR-Zeiten konnte man hier mit 2 Erwachsenen einen ordentlichen "Quickie" von der Stange lassen!
    Fragen sie mal die ehemaligen NVA-Soldaten und die vielen "Lernschwestern oder "Öko-Miezen"!

    Im Übrigen:
    Man hopst auch nicht aus Bussen oder der Berliner S-Bahn - schon recht nicht entgegen der Fahrtrichtung!

  • 3
    2
    Pravum
    17.10.2015

    Ich habe mir heute die neuen Züge des MRB für die Bahnstrecke "Chemnitz - Leipzig" im Hauptbahnhof Chemnitz angesehen, da ich Berufspendler bin und jeden Tag zwischen Chemnitz und Leipzig hin und her fahre. Ich möchte nun meine Eindrücke darstellen:

    Das Einsteigen in den Zug ist im Vergleich zu dem Gewohnten etwas fremdartig. Die Türen öffnen sich nicht automatisch, sondern müssen manuell geöffnet werden. Es gibt einen kurzen Haltegriff an der Innenseite der Tür, der zur Unterstützung beim Einsteigen dient. An der Unterseite der Tür ist eine Bodenplatte befestigt, die sich beim Öffnen der Tür von ihrer waagerechten Position senkrecht an die geöffnete Tür klappt. Sollte dort etwas drauf stehen, egal ob Mensch oder Gegenstand, und die Tür mit einem Ruck geöffnet werden, verliert das entsprechende Sub- oder Objekt sein Gleichgewicht.

    Die Türen selbst sind schmaler als bei den Zügen der DB. Fahrgäste mit großen Gepäck werden wohl Schwierigkeiten haben, dieses in den Zug zu hieven. Bei den Doppeltüren, die für Rollstuhlfahrer gedacht sind, gibt es eine Art großen, metallischen Stulpen, der am Boden angebracht ist und waagerecht in Richtung der Einsteigenden zeigt sowie die beiden Zustiegstreppen mittig voneinander trennt. Hier ist ein Hängenbleiben mit einer Taschenschlaufe (oder ähnlichem) vorprogrammiert.

    Die Stufen sind metallene Gitter mit kurzer Länge und hohen Absätzen. Da ich vergleichsweise lange Beine habe, konnte ich mit großen Schritten ohne Probleme in den Zug steigen. Die Türen können aber im offenen Zustand scheinbar nicht verriegelt werden, so dass sich diese beim Einsteigen und der Nutzung des Haltegriffes teilweise mit schließen. Gerade für ältere, gebrechlichere Menschen und Menschen mit sonstigen körperlichen Einschränkungen ist dies nachteilig.

    Es gibt bis zu 4 gleiche Waggons, von denen ein Waggon vier 1. Klasse-Abteile mit jeweils sechs Sitzplätzen beherbergt. Der Rest besteht aus 2. Klasse-Abteilen mit jeweils 6 Sitzplätzen. Zudem gibt es ein Großraumwaggon mit ähnlicher Sitzanordnung, wie man es von den derzeitigen Zügen kennt und in dem sich der einzige Multifunktionsraum und der Lokführerstand befinden.

    Die beiden mittleren 6er-Abteile in jedem Waggon sind die sogenannten "Schweigeabteile", in denen laute und/oder Mobilfunkgespräche untersagt sind.

    In den Kleinraumabteilen sitzt man sich jeweils zu Dritt gegenüber, was bei langen Beinen problematisch werden kann. Kommt noch ein Reisekoffer hinzu, kann dieser nicht in die über den Sitzplätzen angebrachten Ablageflächen gelegt werden, da diese nicht genügend Fläche bieten. Diese sind nur für leichtes Gepäck, wie zum Beispiel einem Rucksack, ausgelegt.

    "Enge" ist das bestimmte Bild meines Eindrucks. Dieses Motiv zeigt sich auch bei der Breite der Gänge, die nur für eine Person Platz lassen. Jede andere Person im Gang muss in eines der 6er-Abteile gehen, oder sich zumindest im Türrahmen aufhalten, um Platz zu machen. Fahrgäste mit sperrigem Gepäck kommen dort gar nicht oder nur sehr schwierig durch.

    Um die Waggons zu wechseln, gibt es nur aufschiebbare Türen, die man zum Teil von rechts (bzw. links) oder von der Mitte heraus öffnen muss. Der jeweils letzte Waggon ist der Triebwagen.

    Das Platzangebot zum Abstellen bzw. Parken für mehrere Fahrräder und Kinderwagen fand ich nicht ausreichend, da es ganz einfach, außer bei dem Multifunktionsraum, zu eng ist und überall aufklappbare Sitze angebracht sind. Im Übrigen gibt es nur einen einzigen Stellplatz sowie ein passendes WC für Rollstuhlfahrer, und zwar immer in dem Waggon in dem der Zugführer sitzt.

    Die WCs bieten Platz für eine erwachsene Person (und ein Kleinkind), sind aber kleiner als bei jetzigen Zügen der DB.

    Letztlich ist aber das Aussteigen diejenige Handlung, die ich am Gefährlichsten einstufe. Zum einen wegen der offensichtlich beweglichen Türen, zum anderen wegen der kurzen und hohen Stufen. Hier muss man sehr genau, oder um es anders zu sagen, "höllischst" darauf achten, nicht ins Leere zu treten und damit unfreiwillig flach auf dem Bahnsteig zu landen oder zwischen den Spalt der letzten Treppenstufe und dem Bahnsteig eingeklemmt zu werden.

    Man darf nicht diagonal nach vorn und unten steigen, sondern senkrecht nach unten, um auf die erste Gitterstufe zu treten. Bei der Zweiten ist dies genauso so. Ein beherzter Hops von der ersten Gitterstufe und trockenen Schuhen und Untergrund hilft, ist aber für bestimme Personengruppen ungeeignet. Hierdurch wird sich das Aussteigen wahrscheinlich um mehrere Minuten verzögern, bis alle Fahrgäste den Zug verlassen haben.

    Bei Nässe oder Frost ist die Benutzung der Gittertreppen noch gefährlicher, da diese außen am Zug angebracht sind. D.h., die Türen werden geöffnet und erst dann kann man die Treppen von innen zum Aussteigen nutzen.

    Aufgrund meines Gesamteindrucks empfinde ich diese Züge als ungeeignet, um dem Pendlerverkehr zwischen Chemnitz und Leipzig gerecht zu werden; besonders wegen der beweglichen Türen und der Gittertreppen.

  • 4
    3
    gelöschter Nutzer
    17.10.2015

    Mit diersen Waggons fuhr ich über 5 Jahre durch die DDR und fuhr bequemer als zur Wendezeit in den Wagen der DB von Reichenbach bis Bahnhof Zoo.

    Selbst mit dem Karlex, der heute in Lichtenberg ein trübes Dasein fristet, war ich immer ausgeruhrt von Berlin-Plauen-Berlin unterwegs.

    ...undc was die Geschwindigkeit anbetrifft:
    RFrüher war ich genauso lange unterwegs wie heute, wenn ich von Berlin bis Auerbach/Vogtl. fahren würde - trotz ICE - es fehlen nämlich die vernünftigen Anschlussverbindungen und mit -zigfachem Umsteigen ist das bahnfahren heute uninteressanter als damals, wo es noch Wernesgrüner und Bockwürste zu erschwinglichen Preisen in den Zügen gab!

    Was nutzt mit eine Klima-Amnlage, die entweder nicht richtig funktioniert oder der Zug mehr Verspätung hat als zu Zeiten der DR der DDR?

    Ausserdem:
    Je schneller Einzug sein Ziel erreicht, umso anfälliger ist er für horrende Zeitüberschreitungen oder haben Sie aschon mal einen ICE mit über 500 km/h einene Zeitverzug wieder reinfahren sehen?
    Ein normaler D-Zug, kann das sogar mit 150 km/h schaffen, wenn man seine reisegeschwindigkeit entsprechend plant und keine utopischen Zeiten wie beim ICE zugrunde legt.

    Übrigens:
    Wenn ich in den Urlaub fahre, dann haben wir auch nur einen untermotorisierten Clio-Grandtour zur Verfügung - für die Stadt reicht der und in Urlaub fahre ich heute entspannter und komme erholter an als früher, wo wir noch ein ganz anderes Fahrzeug fuhren.

    Ja, Zeit ist bekanntlich Geld, aber wenn ich für 5 Minuten Fahrzeitverkürzung heute mehr als 1000% mehr an Fahrtkosten (im Vrgl. zur DRR-Mark) hinblättern darf, dann frage ich mich:

    Wo ist hier der Sinn des Ganzen?

  • 8
    0
    klinikumchemnitz
    17.10.2015

    25 Jahre alte Wagen, kleine per Hand zu öffnende, schwergängige Türen, fehlende Klimaanlage und keine optischen Anzeigen ... alles Dinge, die so toll nicht sind, fürwahr. Die jedoch nicht das Gewicht der Jahrzehnte lang fehlgeschlagenen Transportorientierung der Landes-, Bundes- und Bahn-Politik erreichen. Bestens abzulesen auf dieser Strecke. Pläne aus den 80ern, die Verbindung zweigleisig auszubauen und zu elektrifizieren, lagern in der Tiefkühltruhe oder in der Schublade Autovernarrter (?). Ständiger Schienenersatzverkehr ist die Folge. Warten auf Gegenverkehr, laute, stinkende Dieselfahrzeuge ...
    Chemnitz auf dem Abstellgleis. Schöner gewordener Bahnhof ohne ernstzunehmenden Fernverkehr. Eine Zumutung ohnegleichen. Keine Stadt dieser Größe (und Bedeutung?) ist derart abgeschnitten. Profitstreben statt Service. Transportauftrag? Deutschland-Takt? Fremdwörter.
    E. Merkel, ohnmächtiger Bahnreisender

  • 3
    2
    Klemmi
    17.10.2015

    @fp2012: Machen Sie das. Machen Sie dabei bitte auch das Fenster auf, dass kann man bei klimatisierten Wagen nicht und alle Jahre wieder gehen die Klimaanlagen in die Knie. Für die hohen Fahrpreise finde ich die völlig runtergewirtschafteten, klimatisierten Wagen von DB Regio auf der RB30 oder dem RE 3 viel schlimmer. Natürlich ist eine fehlende Klima nicht zukunftsweisend aber das Fahrplanangebot vom VMS ist es auch nicht. Das wollte ich damita sagen.

  • 4
    1
    Conlink
    17.10.2015

    @Suedbahnhof: Hallo lieber Südbahnhof, ich weiß ja nicht, ob Du noch mit dem Trabi nach Leipzig fährst (wäre der Vergleich zu den bald kommenden Zügen), aber ich brauch rd. eine halbe Stunde auf der neuen A72 und bin damit flexibler und schneller ;-) ...

  • 6
    5
    Suedbahnhof
    17.10.2015

    weiss gar nicht, warum sich der Artikelschreiber so aufregt.

    Endlich wieder Bahnfahren wie frueher. Wen interessiert, ob man 59 oder 64 Minuten nach L braucht. Wichtiger ist Platzangebot und ein regelmaessiger Takt. Die ruckeligen Dieselkippschachteln waren ohnehin nur eine Notloesung fuer bergige Strecken im Westen und duerften weit aelter sein, als die gar nicht so alten Reisezugwagen des Waggonbaukombinats.
    Ich freue mich und werde extra wegen des Ostfeelings mal den Zug nehmen nach L. (mit dem Auto braucht man trotz oder wegen(?) der A72 auch 1h, aber das ist ein anderes Kapitel) von Rueckschlag kann hier keine Rede sein. Wer sich mal ein Kursbuch von 1992 herausholt sieht, was wirkliche Rueckschlaege waren seitdem.

  • 3
    1
    fp2012
    17.10.2015

    @Klemmi:
    Ich werde Ihren "kleinen" Kritikpunkt der fehlenden Klimaanlage nochmal aufgreifen, wenn es wieder hochsommerliche Temperaturen hat. Es ist bei den heutigen Fahrpreisen unter aller Kanone, keine Klimaanlage an Bord zu haben. Das sollte unterster Standard sein.
    Bald werden wieder Dampfloks vorneweg fahren. Zurück in die Zukunft!

  • 8
    0
    hkremss
    17.10.2015

    @Conlink: Als Vielnutzer dieser Strecke kann ich Ihnen sagen, dass Chemnitz-Hamburg noch zu den besten Anbindungen gehört. Ab Leipzig fahren Sie mit dem ICE über Berlin Umsteigen durch. Je nachdem wann/wo man in Berlin oder Hamburg hin muss, würde ich jederzeit die Bahn dem Auto vorziehen. Leider gilt das aber auch nur für diese eine Verbindung. Die "alten Wagen" könnten sich sogar als Verbesserung erweisen, wenn in Zukunft mehr Platz ist. Ich hätte mir mehr Großraum mit Klapptischen gewünscht, weil ich die 6er Abteile nicht mag. Aber einzige echte Kritikpunkte sind für mich fehlende Klimaanlage und verlängerte Fahrtzeit auf dem Rückweg. Bei immer häufiger auftretenden 30+ Grad im Sommer ist das auf jeden Fall ein Rückschritt. Gerade wenn man geschäftlich unterwegs ist, will man wirklich nicht unbedingt schweißgebadet beim Termin ankommen. Hoffen wir auf kühle Sommer... ;-)

  • 5
    2
    Klemmi
    17.10.2015

    Leichter Abschied vom roten 612er, was haben wir alle geschimpft: laute Fahrgeräusche, zu eng, ständig gestörte Neigetechnik, Seekrankheit mit Neigetechnik...Jetzt kommt Wagenmaterial zum Einsatz, welches gerade mal 25 Jahre auf dem Buckel hat und ebenso von öffentlicher Hand bezahlt wurde (mit Augenmerk auf den Umgang mit öffentlichen Geldern), innen aufgemöbelt wurde aber offensichtlich mehr Platz bietet als die NT-Züge und es wird kritisiert. Fehlende Klimaanlage und mit der Hand zu öffnenden Türen sind für mich kleinere Kritikpunkte, die Einstiege sind bei den jetzigen Zügen genau so klein (wenn sogar kleiner) und vor allem hoch. Ärgerlicher sind der nicht abgestimmte Fahrplan und die gesamte geizige Politik des VMS im Hinblick auf die gebrochene MDV-Verbindung. In anderen (westdeutschen) Regionen fahren bis zu 50 Jahre alte Wagen, geben Sie dem neuen Zug eine Chance.

  • 6
    1
    Conlink
    17.10.2015

    Ich würde gern mit dem Zug nach Hamburg fahren, da ich dahin regelmäßig geschäftlich muss. Doch unter diesen immer schlechter werdenden Bedingungen, bleibe ich beim Auto. Der Bedarf ist da. Nur die Bedingungen sind unzumutbar für einen Chemnitzer und Südwestsachsen. So wird man die Menschen nicht vom Auto weg, hin zur Bahn bekommen. Jedenfalls nicht mich!!!



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