Großrazzia in Leipzig wegen Drogen- und Waffenkriminalität

Zoll und Polizei haben im Kampf gegen Drogen- und Waffenkriminalität einen Großeinsatz in Leipzig durchgeführt. Einmal mehr war das Gebiet um die Eisenbahnstraße im Visier der Fahnder.

Leipzig (dpa/sn) - Mit einer Großrazzia sind Polizei und Zoll in Leipzig am Mittwoch gegen Drogen- und Waffenkriminalität vorgegangen. Bei dem Einsatz unter anderem in dem als Kriminalitätsschwerpunkt bekannten Gebiet rund um die Eisenbahnstraße waren 450 Kräfte im Einsatz. Wie das Landeskriminalamt, die Bundespolizei, die Polizeidirektion Leipzig und der Zoll gemeinsam mitteilten, sollte unter anderem Beweismaterial zu Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz, zu Fälschungsdelikten und Steuerstraftaten sichergestellt werden.

Durchsucht wurden unter anderem Geschäftsräume und Grundstücke sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen beziehungsweise Gewerben. Weitere Einzelheiten nannte die Behörde zunächst nicht. Es sei mit Verkehrseinschränkungen wegen Umleitungen und Ausfällen zu rechnen. Der Leipziger Osten - wie die Eisenbahnstraße - ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Kriminalität in Leipzig. Daneben fanden die Maßnahmen auch im Norden der Stadt statt.

Wie die Behörden weiter mitteilten, richtete sich der Einsatz zudem gegen Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Darüber hinaus fanden Kontrollen gegen Schwarzarbeit statt.

Innenminister Roland Wöller (CDU) wollte sich zunächst nicht zu Einzelheiten des noch laufenden Einsatzes äußern. «Die Durchsuchungen in Leipzig sind Ergebnis umfangreicher Ermittlungen im Zusammenspiel verschiedener Behörden», sagte er lediglich. «Sie zeigen, dass wir geltendes Recht konsequent durchsetzen und in unserem Land keine rechtsfreien Räume existieren.»

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