Hitze macht auch Mümmelmännern zu schaffen

26 Kaninchenzüchter aus fünf Vereinen haben zur Spiegelwaldjungtierschau 123 Langohren präsentiert. Die Hitze der vergangenen Wochen machte es den Züchtern nicht leicht.

Beierfeld.

Karl-Heinz Bethke, Züchter und stellvertretender Ausstellungsleiter, hat allen Grund zur Freude. Seine Jungtier-Sammlung der pechschwarzen Alaska hat die Preisrichter der 35. Spiegelwaldjungtierschau überzeugt.

Mit 32/27 Punkten holte sich Bethke so den Kreisverbandsehrenpreis für die beste Sammlung. Zufrieden war er damit allerdings nicht: "Ein Tier hat nur die Bewertung 8/6 erhalten. Damit habe ich die 32/28, die bei den Jungtieren als Höchstnote für eine Sammlung gilt, verfehlt", so Bethke. Die zweitbeste Sammlung waren die Russen-Rexe schwarz-weiß von Sebastian Jogelt aus Markersbach.


Insgesamt hatten 26 Kaninchenzüchter aus fünf Vereinen 123 Langohren zur Schau ins kleine Vereinsheim nach Beierfeld gebracht. 15 Bestnoten konnten die Preisrichter vergeben. "Mehr als 150 Tiere bekommen wir zur Jungtierschau gar nicht unter. Der Platz ist begrenzt", so Ausstellungsleiter Karsten Lenk. Als der Rassekaninchenzuchtverein Beierfeld zu Jahresbeginn sein 110-jähriges Bestehen gefeiert hat, waren auch Zuchtfreunde aus Markersbach eingeladen. "Das ist aber eine Besonderheit. Normalerweise richten wir die Jungtierschau nur für die vier Vereine rund um den Spiegelwald aus", so Lenk. Und die Tiere, die zur Jungtierschau präsentiert werden, dürfen nicht älter als sieben Monate sein.

Ein Problem sei die anhaltende Hitze der vergangenen Wochen gewesen. "Es gibt Züchter, die haben Tiere deshalb verloren", so Bethke. Ob es tatsächlich Rassen gibt, die besonders hitzeempfindlich sind, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Fakt sei aber: Gerade jene Züchter, die auf einer kleinen Fläche viele Ställe haben, müssen bei praller Sonne für gute Luftzirkulation sorgen. Zudem gebe es kaum noch Grünfutter. "Wenn man dieses füttert, legen sich die Hasen, wenn es warm ist, sowieso nur drauf, weil es Abkühlung für die Tiere bringt", weiß Lenk. Auch würden die Langohren bei Hitze deutlich weniger fressen als normalerweise. "Sie wachsen schlechter. Das holen sie auch nicht mehr auf", sagt Lenk.

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