Krönungsrennen soll erstmals tolle Saison veredeln

Steffen Kampf aus Lößnitz ist der 1000. Starter auf der Bergzeitfahrstrecke zwischen Blauenthaler Wasserfall und Auersberg-Plateau. Die Distanz hat es Radfahrern wie Läufern mächtig angetan. Eine Premiere steht jedoch noch bevor.

Eibenstock/Lößnitz.

In dieser Saison hat Steffen Kampf den Berg bereits dreimal bezwungen. Genauer gesagt den Auersberg. Und zwar in festgelegter Spur: über die Bergzeitfahrstrecke "Auersbergkönig" als einzige ihrer Art in der Region. Der Reiz an dieser Distanz zwischen Blauenthaler Wasserfall und Gipfel erklärt sich einfach, sagt Steffen Kampf: "Man kann sich mit anderen messen."

Der leidenschaftliche Radfahrer aus Lößnitz geht - auch für ihn überraschend - in die Geschichte dieser Sportattraktion ein: als 1000. Starter seit Eröffnung im vergangenen Jahr. "Das freut mich riesig", sagt der Mann, Jahrgang 1963, für den das Radfahren durchaus Passion ist. Im Team Grille gehört er zu den Aktiven, die sich auch über die Zeitfahrstrecke begeistert vergleichen - und das geht unabhängig davon, wann der knapp elf Kilometer lange Anstieg über stolze 550 Höhenmeter absolviert wird. So werden die Zeiten bei jedem Fahrer, Läufer oder Nordic Walker per Stempelkarte gemessen, die unten am Blauenthaler Wasserfall das erste Mal und oben auf dem Plateau das zweite Mal entwertet wird. Wirft man sie in den Briefkasten auf dem Gipfel, kann man wenig später im Internet seine eigene Zeit einsehen - und somit ausloten, wo man steht. "Wenn es nicht so gut lief, muss man die Karte ja nicht einwerfen", sagt der tausendste Bezwinger und schmunzelt. Ihm gelang das zuletzt hervorragend. 36 Minuten und 45 Sekunden sind beachtlich. "Eine Superzeit", bestätigt Andrea Teubner, Sprecherin des in Eibenstock ansässigen Vereins "Freude am Radfahren", der die Idee zur Zeitfahrstrecke verwirklichte und betreut. "Die besten Radfahrer schaffen es mit etwa 32 Minuten. Aber das sind meist ganz junge und richtig gut trainierte Leute."

Steffen Kampf sitzt jede Woche im Sattel. "Es ist ein Hobby, das ich nicht missen will", sagt der Lößnitzer und kann es jedem nur empfehlen, das eigene Leistungsvermögen per "Auersbergkönig" mal zu testen. "Man macht sich Konkurrenz, es weckt den Ehrgeiz. Ich finde es toll."

Das hört Uwe Przybylski gern. Der Vereinsvorsitzende hofft auf weiterhin guten Zuspruch für die Strecke. "Sie wertet die Region als Magnet für Radfahrer auf. Da geschieht im Moment viel." Etwa mit Blick auf die deutsch-tschechische Radtrasse "Karlsroute", dem Muldetalradweg und anderen Strecken. Das könne dem Erzgebirge aus touristischer Sicht nur gut tun.

Und die Begeisterung für die Zeitfahrstrecke reißt laut Andrea Teubner nicht ab. "Wöchentlich nehmen sie im Schnitt rund 30 Starter wahr." Die tatsächliche Nutzung der Anlage ist sogar weitaus höher. "Denn nicht alle lassen sich per Karte registrieren." Anhand der Auswertungstabellen zeige sich auch, dass sich einige Sportler packende Duelle liefern. "Dabei erobern sowohl Mountainbiker als auch Läufer und E-Biker den Berg."

Richtig packend wird es am 29. September, wenn erstmals zum Saisonabschluss ein Krönungsrennen ausgetragen wird. Dafür kann man sich als Radfahrer (kein E-Bike) oder Läufer online anmelden. Ab 8 Uhr erfolgt die Startnummernausgabe. 10 Uhr beginnen die Einzelstarts für die Radfahrer. 11.05 Uhr ist Massenstart der Läufer. Gewertet wird männlich und weiblich getrennt, jeweils in den Altersklassen u 40, ü 40 und ü 60.

"Gegen 13 Uhr küren wir auf dem Plateau die Sieger", so Teubner. Maximal 50 Läufer und 120 Radfahrer sind zugelassen - rechtzeitiges Anmelden bis 8. September ist nötig. Wichtig: Die Teilnehmer müssen mindestens 16 Jahre alt sein und den "Auersbergkönig" 2018 mindestens einmal regulär in Wertung, also mit Stempelkarte, absolviert haben. "Es soll der krönende Saisonabschluss werden."www.auersbergkoenig.de

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