Schneeberg plant Erlebnis-Weihnachtsmarkt

Zwar wird den Besuchern ein abwechslungsreiches Sortiment geboten, doch die Ansprüche haben sich geändert. Deshalb geht die Bergstadt mit der Zeit - auch bei der Dekoration.

Schneeberg.

Der Schneeberger Weihnachtsmarkt soll dieses Jahr attraktiver werden. Das verspricht Marktmeisterin Heidi Schmidt. So werde das Angebot unter anderem auch Handwerk, Keramik, Volkskunst, Kinderspielsachen oder Tischwäsche umfassen. Nachdem sich vergangenes Jahr kein Karussell drehte, können sich die Jüngsten diesmal wieder darauf freuen. Noch haben Händler die Möglichkeit, sich bei der Stadt zu bewerben und beim Schneeberger Traditionsweihnachtsmarkt mit dabei zu sein.

Doch nicht nur das Sortiment der Waren spiele eine Rolle. Das Stichwort laute: Erlebnisweihnachtsmarkt. "Dazu gehören Straßenkünstler, Straßentheater und das Musikkorps der Bergstadt Schneeberg, was unterm Baum spielt", erklärt Schmidt die Pläne. Damit sollen viele Gäste in die Innenstadt gelockt werden. Denn die Ansprüche hätten sich geändert. "Der Weihnachtsmarkt ist kein reiner Einkaufsmarkt mehr wie früher. Jetzt kommen die Besucher, um etwas zu erleben, die Atmosphäre und den Lichterglanz zu genießen, sich mit Freunden zu treffen oder ein Konzert zu hören", sagt Schmidt. Trotzdem werde nicht auf Bewährtes verzichtet. So ist der Weihnachtsmann vom 1. bis 23. Dezember täglich in Schneeberg unterwegs. Ein Ziel sei es auch, das Erscheinungsbild und die Dekoration des Weihnachtsmarktes zu vervollkommnen. Deshalb sollen die Biertisch-Garnituren verschwinden. Dafür gibt es Holz-Stehtische und Sitzgarnituren, die zum Weihnachtsmarkt passen. Auch die Mülltonnen, die einfach nicht ins Bild passten, sollen verschwinden. Dafür werden Abfallbehälter mit einem Müllsack gebaut. Bei der Dekoration des Marktes arbeite man viel mit Tannengrün und Girlanden.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Weihnachtsmarktes sei der barocke Stil, bei dem man erste Schritte gegangen sei, der aber noch nicht vollständig umgesetzt wurde. "Daran arbeiten wir", so Schmidt. Geworben wird mit dem Slogan: Abseits von Kommerz und Konsumgedränge.

Der Schneeberger Weihnachtsmarkt gehört zu den wenigen in der Region, die vom 1. bis 4. Advent, sprich vom 30. November bis 23. Dezember, geöffnet haben. Mit der Öffnungszeit über vier Wochen reihen sich die Erzgebirger bei den Großstädten, wie Chemnitz, Zwickau und Dresden, mit ein. Andere Märkte der Region beschränken sich auf eine Woche beziehungsweise ein Wochenende. Den Weihnachtsmarkt lässt sich die Stadt einiges kosten. Vergangenes Jahr standen rund 180.000 Euro für die Ausgestaltung zur Verfügung, und auch diesmal kalkuliert man mit einer ähnlichen Summe.

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