Bergbauverein fährt zum Jubiläum neuen Rekord ein

Zum Tag der offenen Stollntür am sowie im Segen-Gottes-Erbstollen in Seiffen fuhren am Samstag 50 Bergbaufreunde ein. So viele wie noch nie.

Seiffen.

Die Berg- und Hüttenknappschaft hat am Wochenende zwei Jubiläen gefeiert. Ihre Gründung liegt 330 Jahre zurück. Die Wiedergründung des Vereins erfolgte vor 25 Jahren. 50 Bergbauinteressierte ließen sich am Samstag den Tag der offenen Stollntür nicht entgehen. Sie fuhren in den Segen-Gottes-Erbstollen ein. "So viele sind es noch nie gewesen. Das freut uns natürlich sehr", sagte Vereinsvorsitzender Jörg Beyer.

Kathrin Riedel gehörte zu denen, die die zirka 80 Meter lange Strecke befahren haben. "Das war sehr interessant. Wenn man sich in gebückter Haltung durch die Gänge zwängt, kann man erahnen, wie schwer die Arbeit damals gewesen ist", sagte sie. Am Sonntag lud zudem die Knappschaft zum 18. Seiffner Glückauf ein. Der Verein zählt derzeit 63 aktive Mitglieder, 15 Kinder und 19 Fördermitglieder. Die Nachwuchsarbeit ist den Knappen sehr wichtig. Seit vier Jahren betreuen sie ein Ganztagsangebot an der Seiffener Grundschule zum Thema Bergbau.

Auf seine Knappschaftsfamilien kann der Verein bauen. Viele Erwachsene integrieren schon ihre Kinder in die verschiedenen Aktivitäten. Derzeit plant die Knappschaft die Neuausschilderung des Bergbaupfades, der rund um die Binge führt. "Die Fördermittel sind beantragt", so Jörg Beyer. Er rechnet mit Kosten in vierstelliger Höhe. Mehr als 30 Schilder müssen ausgetauscht werden. Davon befinden sich etwa 20 auf dem Gelände der Binge, zehn weitere an neuralgischen Bergbaupunkten im gesamten Ort. "Die alten sind stark verblasst, verwittert und einige auch beschädigt", begründete Jörg Beyer. Die neuen sollen im Fotodruckverfahren hergestellt werden. "Das macht sie sehr witterungsbeständig."

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