Dezember verweigert sich dem Trend

Zumindest über weite Strecken kochte der Monat sein eigenes Süppchen. Nur nicht bei den Temperaturen.

Olbernhau.

In das Muster, in das 2018 fast jeder Monat hätte gesteckt werden können, passte der Dezember über weite Strecken nicht. Die Sonne schien kaum, und der übers Jahr so dringend benötigte Niederschlag fiel nun mit 168 Prozent vom 30-jährigen Mittel überdurchschnittlich aus. Einzig die Temperaturen folgten dem Trend. Somit schließen zehn Monate des Jahres zum Teil deutlich zu warm ab, was nicht ohne Folgen für die Jahresmitteltemperatur blieb. Diese fällt mit 9,2 Grad Celsius so warm aus wie noch nie zuvor.

Auf bis zu 11 Grad stiegen die Höchstwerte in der ersten Dekade des Dezember. Sechs frostige Tage in Folge und einige kräftige Schneeschauer ließen zu Beginn des zweiten Drittels sogar eine bis zu zwölf Zentimeter dicke Schneedecke zu. Sehr milde Luft schien den Traum von einer weißen Weihnacht platzen zu lassen, denn am Abend des 21. war alles getaut. Doch pünktlich zu Heiligabend fiel bei 0 Grad Schnee, der zwar nass und matschig war, aber liegen blieb. Erst am zweiten Feiertag fiel er unangenehmem Nieselregen bei Plusgraden zum Opfer. Vier der 13 Tage des Jahres mit Niederschlag über zehn Liter entfallen auf den Dezember. Die Sonne hatte deshalb meist das Nachsehen und blieb deutlich unter dem Soll.

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