Lengefeld: Stadtrat diskutiert Abwasserreglung

Die Straße zum Gewerbegebiet Am Leuchtenbau wird derzeit ausgebaut. Zu Kanalisation und Regenrückhaltebecken gab es im Gremium noch offene Fragen.

Lengefeld.

Schweres Gerät ist in Lengefeld an der Straße Am Leuchtenbau zu Gange. Die Zufahrt zum Gewerbegebiet wurde bis in eine Tiefe von mehreren Metern ausgehoben, denn nicht nur die Fahrbahn wird ausgebaut, sondern auch der Umgang mit dem Abwasser neu geregelt. Die Stadt Pockau-Lengefeld ist gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Abwasseranlagen in einem guten Zustand an den Abwasserzweckverband Olbernhau (AZV) abzugeben, in dem sie Mitglied ist.

Auf der jüngsten Stadtratssitzung stand ein entsprechender Beschluss für die Anlagen des Gewerbegebiets auf der Tagesordnung. Doch bevor das Gremium den Beschluss fassen konnte, gab es Nachfragen seitens der Volksvertreter. So wollte Stadtrat Rainer Süß (AfD) wissen, ob der AZV lediglich für das Schmutzwasser zuständig sei oder auch für das Regenwasser. Süß vermutete, dass sonst die Kosten für Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten an dem Regenrückhaltebecken und der Kanalisation bei der Stadt hängen bleiben würden. Zudem frage der AfD-Mann, ob für die Entsorgung des Regenwassers Gebühren fällig werden.

Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) entgegnete, dass der AZV nicht zwischen Regen- und Schmutzwasser unterscheidet und deshalb keine Gebühren anfallen werden. Der Verband sei für den Unterhalt zuständig, "nach der Übergabe machen wir an den Anlagen nichts mehr", so Wappler. Diese Aussage bestätigt Knut Böttger, Geschäftsführer des AZV: "Bedingung war, dass wir die bereits existierenden Anlagen übernehmen und dass diese in einem guten Zustand bei der Übergabe sind. Zusätzliche Gebühren für die Regenwasserentsorgung wird es nicht geben."

Für den Straßenbau Am Leuchtenbau investiert Pockau-Lengefeld rund 740.000 Euro. Davon stammen 85 Prozent aus Fördermitteln des Freistaates. Laut Bürgermeister Wappler plant die Stadt, die Bauarbeiten noch in diesem Jahr abschließen zu können. Die Übergabe der Abwasseranlagen war auch eine der Bedingungen, damit das Projekt eine Förderung erhält.

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