Müllproblem noch immer nicht gelöst

Wer zuständig für das Grenzgelände ist, wurde geklärt. Dass Dreck, Abfall und Fäkalien beseitigt werden, hingegen nicht. Doch die Behörde stellt Besserung in Aussicht.

Reitzenhain.

Leere Bierflaschen am Gehwegrand, Plastiktüten voller Müll hinter der leerstehenden Kontrollgarage, Fäkalien vor dem verschlossenen WC-Gebäude, PVC-Flaschen mit dunkelgelber Flüssigkeit auf den Lkw-Stellflächen: Das Areal am Grenzübergang Reitzenhain gleicht noch immer einer Müllkippe. Dabei ist der Streit unter den Behörden, wer den Dreck beseitigen muss, eigentlich beendet.

"Freie Presse" berichtete schon mehrfach über die ekelerregenden Zustände an der B 174. Im März dieses Jahres verkündete schließlich Lars Roßmann, Niederlassungsleiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), dass der Bund die Flächen von der Stadt als Eigentümer übernimmt - und damit auch die Reinigung des Grenzgeländes. Doch warum hat sich das Müllproblem noch immer nicht gelöst?

Lasuv-Sprecherin Isabel Pfeiffer erklärt, dass die Reinigung öffentlich ausgeschrieben wurde. Eine Fachfirma erhielt am 10. Juli den Zuschlag. Noch in diesem Monat sollen der Müll beräumt, Gras gemäht und die Stellflächen gekehrt werden. Allerdings handelt es sich um eine einmalige Aktion. Danach übernimmt die Straßenmeisterei Zöblitz die weitere Pflege, erläutert Pfeiffer.

Die Landkreis-Mitarbeiter seien künftig ebenfalls für die Unterhaltung des provisorischen Rastplatzes an der Grenze verantwortlich. Der 180.000 Euro teure Umbau der Lkw-Stellflächen hat bereits begonnen. Eine der beiden alten Kontrollgaragen wurde abgerissen, der Rückbau des zweiten Gebäudes folgt. Für den Ausbau des alten Sanitärtrakts einschließlich neuer Abwasserleitung erfolge derzeit das Vergabeverfahren. Abschließend werden Beschilderung und Fahrbahnmarkierung angepasst. Lediglich dabei müssen die Parkplätze voll gesperrt werden. Der Rastplatz mit WC soll Ende 2019 in Betrieb gehen - und bessere Bedingungen für parkende Lkw bieten.

Nicht nur die Fahrer nimmt Pfeiffer in die Pflicht, damit das Areal danach sauber bleibt: Es sei beobachtet worden, dass auch Gartenabfälle und Möbel an der Grenze entsorgt werden. Das sei verboten und könne zur Anzeige gebracht werden.

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