Pandemie setzt Industrie stark zu

Umsatz aus Exporten um 18,5 Prozent gesunken

Erzgebirge.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist die Industrieproduktion im Erzgebirgskreis in Folge der Corona-Pandemie deutlich eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sank im ersten Halbjahr der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe um 12,6 Prozent, beim Export sogar um 18,5 Prozent. Besonders betroffen waren die Automobilzulieferer (minus 30 Prozent) sowie die Firmen in der Metallbearbeitung (minus 26,5 Prozent). Zulegen konnten hingegen die erzgebirgischen Möbelhersteller (plus 17 Prozent). Die Auswertung des Statistischen Landesamtes bezieht sich auf Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten.

"Ich hoffe, dass es mit dem Konjunkturpaket gelingt, die Wirtschaft wieder ins Laufen zu bringen", sagt dazu CDU-Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß. Die ersten Signale aus der Wirtschaft deuteten auf eine positive Entwicklung hin. Außerdem seien die Unternehmen mit Krediten unterstützt worden. Die KfW, die Förderbank des Bundes, habe bislang 128 Corona-Kredite an Unternehmen aus dem Erzgebirge vergeben. "Damit konnte in erster Linie die Zahlungsfähigkeit der Firmen gesichert werden", so Krauß. Rund 50 Millionen Euro seien insgesamt in den Landkreis geflossen. (tw)

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