Entscheidung zum Bau der Totenhalle soll im Januar fallen

Eigentlich war der Standort für den Neubau in Gornau schon ausgemacht. Doch dann gab es zu Jahresbeginn Widerspruch von einem Anlieger. Die Lösung des Problems soll nun dem Gemeinderat präsentiert werden.

Gornau.

Für Januar rechnet Gornaus Bürgermeister Nico Wollnitzke (CDU) mit einer Entscheidung zum Bau der neuen Trauerhalle im Ort. Ursprünglich wollte die Kommune den Neubau in diesem Jahr errichten. Doch nachdem der Gemeinderat Ende Januar den Planungsauftrag vergeben hatte, meldete ein Anwohner Bedenken an und forderte eine andere Lösung.

Nach der bisherigen Planung würde der Neubau bis auf fünf Meter an dessen Grundstück heranrücken. Der Abstand zur alten Halle betrug 26 Meter. Er könne sich nicht vorstellen, in seiner Grillecke am Teich zu sitzen, während keine zehn Meter entfernt Familien trauern, sagte der Grundstücksbesitzer damals gegenüber "Freien Presse". Eine Alternative für ihn wäre, das neue Gebäude am alten Standort zu errichten.

Inzwischen gab es ein Gespräch mit der Verwaltung. Dabei wurden laut Bürgermeister alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. "Wir sind zu einer Einigung gekommen, die an Bedingungen geknüpft ist", sagt Nico Wollnitzke, nennt aber noch keine Details. Zuerst soll sich am Montag der Gemeinderat dazu positionieren. Schon in einer vorangegangenen Sitzung hat das Gremium weitere finanzielle Mittel für das Projekt befürwortet. Dazu beschlossen die Räte, die für dieses Jahr vom Land bereitstehende Investitionspauschale aufzuteilen. 40.000 Euro fließen für die Totenhalle, 30.000 Euro für den Erwerb eines neuen Löschfahrzeuges für die Dittmannsdorfer Feuerwehr. Grundlage ist das Gesetz über die Gewährung pauschaler Zuwendungen zur Stärkung des ländlichen Raumes. Das sieht bis 2023 für Gemeinden ab 1000 Einwohnern jährlich eine Zuwendung in Höhe von 70.000 Euro vor.

Für den Neubau rechnet die Gemeinde mit Kosten in Höhe von annähernd 400.000 Euro. Ursprünglich wollte Gornau die alte Trauerhalle sanieren lassen. Doch der Plan wurde 2017 aufgegeben, weil sich der Baugrund wegen hoher Feuchtigkeit als problematisch erwies. Fortan plante die Verwaltung den Bau auf einem Grundstück, das zur Vergrößerung des Friedhofes vorgehalten wurde. Dort befand sich eine Gartenanlage des Regionalverbandes. Die Pachtverträge wurden gekündigt, die Kleingärtner auf Grundlage eines Gutachtens entschädigt. Nach Fertigstellung des Neubaues soll die marode Halle abgerissen werden, die zwischenzeitlich notdürftig gesichert wurde. So hatte die Gemeinde jedenfalls noch zu Jahresbeginn geplant. (mit anr)

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