Der schönste Termin im Wahlkampf

Wahl 2019: Ministerpräsident Kretschmer war am Donnerstag beim Sauensäger in Blockhausen. Es gab Wahlkampf und Gegrilltes.

Blockhausen.

Es sei für ihn der schönste Termin im gesamten Wahlkampf, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstagabend zu den Versammelten im Walderlebniszentrum Blockhausen bei Dorfchemnitz. Er sei Alt-Landrat Volker Uhlig (CDU) sehr dankbar, dass der ihn vor einem Jahr zum ersten Mal hierher zum "Sauensäger" Andreas Martin gebracht habe. "Bis dahin war Blockhausen für mich ein Schild an der Autobahn, auf das ich nicht sehr geachtet habe", gestand der Regierungschef.

Zusammen mit der CDU-Direktkandidatin des Wahlkreises, Susan Leithoff, hatte Kretschmer dazu eingeladen, mit ihm in der Waldidylle bei Bier und Bratwurst ins Gespräch zu kommen. Gefolgt waren diesem Ruf vor allem die Unternehmer der Region, die vorab in einer geschlossenen Veranstaltung den Vorstellungen Kretschmers zuhörten. "Er sitzt am Unternehmerstammtisch und nicht am Küchentisch", schmunzelt Hausherr Andreas Martin, Bezug nehmend auf die Küchentischtour des SPD-Vorsitzenden Martin Dulig. Da es nicht der erste Grillabend war, den Michael Kretschmer im Laufe des bisherigen Wahlkampfs absolvierte, hatte sich der Sauensäger noch etwas für ihn und sein Team einfallen lassen. "Wir haben 300 Bratwürste da", berichtete er. "Aber es sind auch ein paar Schaschlikspieße vorbereitet, denn ich kann mir vorstellen, dass der MP inzwischen genug Bratwürste hatte."


Politisch wurde es auch. Dass dabei der ländliche Raum im Mittelpunkt stand, lag nahe: Schnelles Internet, Investitionen in Schulen und Kindertagesstätten sowie in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen - all das wurde angesprochen und dafür Besserungen zugesagt. So wolle man künftig mehr Mediziner ausbilden und für eine Landarztquote sorgen.

Michael Funke (parteilos), Bürgermeister von Rechenberg-Bienenmühle, hatte den Öffentlichen Personennahverkehr angesprochen. "Das muss anders werden", gab ihm Kretschmer recht und plädierte für bessere tarifzonenübergreifende Verbindungen. Als wesentlich bezeichnete der Ministerpräsident die Finanzausstattung der Kommunen. "Die Gemeinden im ländlichen Raum müssen selbst gestalten können", rief er. Auch nach der Wahl wolle er, so sie gewonnen werde, auf Augenhöhe mit den Menschen weiterarbeiten.

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