Eine Tragödie verhilft zur Traumnote

An den Gymnasien in Brand-Erbisdorf und Freiberg haben 2019 drei junge Frauen ihr Abitur mit 1,0 abgeschlossen. "Freie Presse" stellt sie vor - heute: Viviane Marschalleck aus Großwaltersdorf.

Brand-Erbisdorf/Großwaltersdorf.

Dem Hamlet von Shakespeare hat Viviane Marschalleck etwas Großes zu verdanken. Denn die literarische Tragödie verhalf der Cottagymnasiastin zur Traumnote 1,0 auf dem Abitur. "Ich war überwältigt, als ich bei meiner mündlichen Prüfung von der Kommission gesagt bekam, dass der Vortrag und die Zusatzfragen 15 Punkte und damit eine Eins plus waren", erzählt die 18-Jährige. "Da hätte ich die ganze Welt umarmen können."

Zu dieser Zusatzprüfung geraten hatte ihr Schulleiterin Manuela Kunath: "Nach Berechnung der Abiturnote war deutlich, dass Viviane die 1,0 nur knapp verfehlt hatte. Nach der Beratung mit Fachlehrern boten wir eine zusätzliche mündliche Prüfung im Fach Deutsch an." Zwischen der 4. und 9. Klasse hatte die Schülerin einige Male eine 1,0 auf dem Zeugnis. "Ein 1,5er-Abi ist auch gut, habe ich mir gesagt", erzählt sie nun.


Erfolgreich und ehrgeizig ist Viviane Marschalleck auch auf sportlichem Gebiet. Seit elf Jahren trainiert sie beim Skiverein in ihrem Heimatort Großwaltersdorf Langlauf und schaffte es einige Male aufs Siegerpodest. "Sport hilft, bei Schulstress ein wenig runter zu kommen, man kann sich auspowern und dadurch abschalten", sagt die Abiturientin, die auch das Fach Bewegungslehre belegte.

Ihr Studienwunsch steht schon lange fest. "Ich habe schon als Kind mit meinen Freundinnen und Freunden gern Schule gespielt und war natürlich immer die Lehrerin", erzählt sie. Grundschullehrerin sei ihr Traumberuf. Studieren wird sie in Chemnitz und möchte so oft wie möglich nach Hause fahren. "Meine Wurzeln sind bei meiner Familie in Großwaltersdorf", erzählt die aufgeweckte junge Frau. Auch dem Sport in Großwaltersdorf möchte sie treu bleiben und Zeit mit ihrem Freund und ihren Freunden verbringen.

Seit zwei Jahren testet sie ihre pädagogischen Fähigkeiten als Übungsleiterin im Langlauf. "Das macht viel Spaß", sagt die 18-Jährige. An ihre Schulzeit werde sie gern zurückdenken. Neben dem Lernen engagierte sie sich im Nepalprojekt des Cottagymnasiums. Dieses Projekt führte sie 2016 in das "sehr interessante Land". In der 12. Klasse ging sie auf Studienfahrt nach Dublin. "Es wäre schön, wenn ich die Schulzeit um zwei Jahre zurückdrehen könnte, weil ich vor allem auch meine Schulkameraden vermissen werde", sagt die junge Frau etwas wehmütig, um gleich anzufügen: "Doch wir haben uns ausgemacht, dass wir uns ab und zu einmal treffen.

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