Feuerwehr trauert um Pappendorfer Wehrleiter

Tod von Gunter Reißig reißt auch eine Lücke im mittelsächsischen Kreisverband

Pappendorf/Freiberg.

Gunter Reißig galt über viele Jahre als die "gute Seele" im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen. Er war als Moderator und Organisator von Wettkämpfen in feuerwehrtechnischen Disziplinen in ganz Mittelsachsen bekannt und nicht zuletzt ein engagierter Ortschaftsrat und Wehrleiter in seinem Heimatort Pappendorf.

Vor wenigen Tagen ist der 60-Jährige verstorben. Am morgigen Freitag, 12 Uhr werden zur Beerdigung in Pappendorf Vertreter aller neun Striegistaler Ortswehren sowie vom Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen (KFV) erwartet. Gemeindewehrleiter Patrick Hundshammer würdigte den langjährigen Wehrleiter als engagierten Mitstreiter in dem Ehrenamt, der als Leiter der von ihm vor zehn Jahren aufgebauten Jugendfeuerwehr im Ortsteil mit seiner Euphorie auch den Nachwuchs angesteckt habe. "Er war ein Zugpferd der Feuerwehr im Ort, hat sich stets zukunftsorientiert auch in die Entwicklung der Gemeindefeuerwehr eingebracht", so Hundshammer. Seit Jahren war sein Platz am Mikrofon, wenn öffentliche Veranstaltungen des Kreisverbandes stattfanden. Umso tragischer sei nun sein plötzlicher Tod. Die Leitung der Ortswehr übernimmt Reißigs Stellvertreter Mirko Kürschner. Voraussichtlich Anfang 2021 werde es eine Neuwahl der Wehrleitung geben.

"Es ist ein großer Verlust für uns", sagte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Michael Tatz zum Tod von Reißig, der vor zehn Jahren zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes gehörte. Zuvor gehörte er bereits dem Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Mittweida an. Ob bei der Gewinnung von Nachwuchs, der Jugendarbeit und der Organisation von Wettkämpfen und Veranstaltungen, auf Gunter Reißig habe man sich immer verlassen können. Wer Rat oder Hilfe brauchte, konnte auf ihn zählen, so Tatz. Gunter Reißig arbeitete zuletzt als Großküchenplaner. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. (jl/dahl)

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