Naturliebhaber verfüttert kiloweise Kerne

Beim Kauf ihres Hauses haben Ilona und Peter Donath der Vorbesitzerin ein Versprechen gegeben. Und sie erfüllen es Sommer wie Winter.

Heidersdorf.

Für heimische Vögel ist der Winter eine harte Zeit. Schnee, Eiseskälte und oft auch stürmischer Wind machen es ihnen schwer, genügend Nahrung zu finden. Um dem Vogelbestand im Umfeld ihres Hauses ein besseres Auskommen zu sichern, verfüttern Ilona und Peter Donath seit 2016 zwischen Ende September und April täglich bis zu zwei Kilogramm Sonnenblumenkerne und einige Meisenknödel an die gefiederten Gesellen.

Gemeinsam mit seiner Frau entschied sich Peter Donath 2016 nach einem Ferienaufenthalt, das einst als Schankwirtschaft genutzte und als Relhök bekannte Gebäude - gelegen zwischen Heidersdorf und Olbernhau - zu erwerben. "Ringsum nur Wald und Wiesen, dazu eine faszinierende Klangvielfalt, geprägt vom Rauschen des Waldes und Vogel- gezwitscher, ein Ort fast völlig frei von menschgemachtem Lärm", schwärmt Donath, der seine Frau und sich als Naturliebhaber bezeichnet.

Etwa 200 Euro wendet er je Saison zur Finanzierung des Vogelfutters auf. "Die Sonnenblumenkerne kaufe ich in Säcken zu je 20 Kilogramm, die Meisenknödel im Multipack", sagt der pensionierte Polizist, der das so investierte Geld als gut angelegt bezeichnet. Denn seine Frau und er beobachten das Geschehen an den beiden neben dem Haus installierten Vogelhäusern gern und sehr oft auch sehr lang vom Küchen- oder Arbeitszimmerfenster aus. "Wir vergessen dabei die Zeit, es entspannt ungemein", meint Ilona Donath.

Um zu wissen, welche Vögel bei ihnen zu Gast sind, nimmt Peter Donath hin und wieder auch Fotos auf. Einerseits vom Küchenfenster aus, andererseits mit einer unmittelbar am größeren der beiden Vogelhäuschen installierten Wildkamera. Aktuell schlagen sich neben verschiedenen Meisenarten beispielsweise auch Girlitze, Gimpel, Buchfinken, Amseln und Kleiber die Mägen voll. "Auch Buntspecht und Eichelhäher waren schon hier", berichtet Peter Donath. Mit Waschbär und Marder hat die Wildkamera nachts zudem auch schon vierbeinige Gäste dokumentiert.

Mit Beginn des Frühjahrs und dem Ende der Fütterung hört für Ilona und Peter Donath die Fürsorge für ihre gefiederten Freunde nicht auf. Sie denken auch in der wärmeren Jahreszeit an die Vögel. Dazu tragen sie auf ihrem Grundstück vielfältig bei. Beispielsweise damit, dass auf der rund 4000 Quadratmeter großen Wiese übers Jahr nicht gemäht wird und diese so Lebensraum für heimische Pflanzen und Insekten bietet, die wiederum Vögeln als Nahrung dienen.

"Als wir das Haus gekauft haben, hat uns die Vorbesitzerin ans Herz gelegt, ihre Vögel nicht zu vergessen", erinnert sich Peter Donath, der dem Wunsch mit seiner Frau auch weiterhin gern nachkommt.

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