Nepalläufer trotzen dem Regen

Mit einem Rundenrekord ist die 15. Auflage der zweitägigen Veranstaltung am Sonntagnachmittag zu Ende gegangen. Auch die Spendensumme von mehr als 41.000 Euro kann sich sehen lassen.

Freiberg.

Erschöpft, aber überaus zufrieden zeigte sich Projektkoordinator Steffen Judersleben am Sonntagnachmittag nach dem 15. Nepallauf in Freiberg. "In den vergangenen 48 Stunden sind hier auf dem Sportplatz an der Rülein-Halle trotz zeitweiligen Regens 58.426 Runden gelaufen worden. Das ist eine tolle Leistung und ein neuer Rundenrekord", resümiert der 59-Jährige, der am Wochenende selbst nur vier Stunden Schlaf hatte. Umgerechnet seien das rund 19.280 Kilometer gewesen: "Das entspricht der Strecke von Freiberg nach Kathmandu und zurück und dann noch einmal bis an das Kaspische Meer", zeigte sich Judersleben beeindruckt.

Beim Nepallauf werden Spenden für die Projekte der Namaste Nepal Schüler-GmbH des Freiberger Schollgymnasiums gesammelt. Jeder Läufer hat einen Sponsor an seiner Seite, der die Laufleistung mit Geld honoriert. "Das sind zum Teil Firmen, zum großen Teil aber auch die Eltern und Großeltern der Läufer", bedankte sich Judersleben. So seien neben den 1306 Teilnehmern mit einer Startnummer auch rund 70 Mädchen und Jungen beispielsweise aus den Freiberger Kindergärten "Pusteblume" und "Petri-Nikolai" auf Rundenjagd gegangen. Auf diese Weise seien heuer nach vorläufigem Ergebnis 41.016 Euro zusammengekommen.

Das Geld soll vor allem dazu genutzt werden, die Unterrichtsbedingungen in den sieben Schulen in Nepal zu verbessern, die die Freiberger Schülerfirma seit 2005 aufgebaut hat und gemeinsam mit Partnern beispielsweise aus Delft und Dortmund unterstützt. "Wir wollen in Ausstattung und Schulmaterial investieren, zudem ist uns die Weiterbildung der Lehrer wichtig, die wir vor Ort angestellt haben und bezahlen", erklärte Judersleben. So sei für die Pädagogen, die derzeit etwa 920 Schüler unterrichten, ein einwöchiger Intensivkurs vorgesehen.

Am 8. Oktober dieses Jahres reise eine Delegation mit neun Schülern aus Freiberg ins das südasiatische Land, um sich über den Fortgang der Hilfsprojekte zu informieren. Das bisher Erreichte könne sich sehen lassen, urteilte der Koordinator: "Es ist ergreifend, was hier gemeinsam geschaffen wurde." Die Mitstreiter der Schülerfirma seien auch dieses Jahr hervorragend von "Ehemaligen" und Eltern unterstützt worden.

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