Schülerticket: Debatte um Rückzahlung

Auf Facebook läuft kontroverse Debatte

Freiberg.

Die Forderung von Eltern, dass die Kosten für das Schülerticket während des Homeschoolings anteilig zurückgezahlt werden, hat im sozialen Netzwerk Facebook eine kontroverse Debatte ausgelöst. Coronabedingt hatten mittelsächsische Schüler unterm Strich über drei Monate lang zu Hause gelernt, also keinen Bus oder Zug genutzt, um zur Schule zu fahren. Das Schülerticket kostet 112,50 Euro im Jahr.

Auf der Facebookseite der "Freien Presse" gibt es dazu über 70 Kommentare. Ein Teil der Nutzer spricht sich für die Rückzahlung aus. Eine Mutter schließt sich dem Vorschlag an, der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen könnte "als kleinen Ausgleich" das Ferienticket kostenlos zur Verfügung stellen. Eine andere Mutter schreibt: "Ich habe telefoniert, was das Zeug hält, bin aber leider abserviert worden." Doch nicht alle Facebooknutzer sind für eine Rückzahlung. "Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, was das für einen Rattenschwanz nach sich zieht?", fragt eine Frau.

Unterstützung bekommen die Eltern, die eine Rückerstattung fordern, von Mittelsachsens Linken. Und Romy Penz, Chefin der AfD-Kreistagsfraktion, sagt: "Eltern und Alleinerziehende sind seit Beginn der Einschränkungen massiv und dauerhaft belastet." Ihre Fraktion habe beim Landratsamt einen Antrag gestellt, dass die Ticketkosten anteilig zurückgezahlt werden. (hh)

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