SPD: Silbermann soll bleiben

Die Debatte um das neue Welterbezentrum darf nicht durch die Spitze der Stadtverwaltung dominiert werden, sagt Alena Raatz.

Freiberg.

Die SPD-Fraktion im Freiberger Stadtrat freue sich sehr, "dass unsere Montanregion den Welterbetitel errungen hat und zukünftig ein Verein dafür werben wird." Das betont Fraktionsvorsitzende Alena Raatz. Ohne ein detailliertes Konzept, was das Welterbezentrum konkret tun soll, reichten die vom Oberbürgermeister im Stadtrat vorgestellten Alternativen Silbermannhaus und Domherrenhäuser als Standortbetrachtung aber nicht aus. "Da hilft auch nicht das Ablenkungsmanöver - Anbau am Silbermann-Haus oder nicht. Vereine von solcher Bedeutung sollten nicht so gegeneinander ausgespielt werden", erklärt Raatz.

Die SPD-Fraktion bezweifle, dass genannte Personal- und Mietsynergien ein ausreichender Grund dafür sind, die Silbermann-Gesellschaft aus ihrem liebevoll hergerichteten Domizil, dem Silbermannhaus mit kleinem Museum, von ihrem authentischen Ort zu vertreiben. "Niemand würde auf die Idee kommen das Goethehaus in Weimar zweckzuentfremden." Eine gute Synergie würde sich beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Bergbaumuseum ergeben. Davon würde nicht nur der geplante Zwischenbau, sondern auch der Untermarkt nach seiner Fertigstellung profitieren. Gedankenspiele wären außerdem die Reiche Zeche oder das Schloss Freudenstein.

Die Varianten sollten in Ruhe auf der Grundlage eines stimmigen Konzeptes abgewogen werden. Die SPD-Fraktion erwarte eine offene und sachdienliche Diskussion mit allen Beteiligten, die nicht durch die Spitze der Stadtverwaltung tendenziell dominiert und vorweggenommen werde: "Vor allem sollte es um inhaltliche Aspekte gehen.

Die Umfrage "Soll Silbermann bleiben oder weichen?" unter Freibergern am SPD-Info-Stand am Obermarkt habe ein eindeutiges Ergebnis gebracht: "Silbermann soll im Silbermannhaus bleiben!" (jan)

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