Trecker fahren vor: Proteste in Dresden

Landwirte kämpfen gegen verschärfte Verordnungen und für faire Preise

Freiberg.

Gegen eine schärfere Düngeverordnung für die Landwirtschaft, für bessere Bedingungen und für faire Preise in ihrem Bereich wollen Bauern aus sächsischen Landwirtschaftsbetrieben am morgigen Freitag in Dresden demonstrieren. Auch Vertreter aus Mittelsachsen werden dabei sein. Ziel ist es demnach, um 5 Uhr morgens mit rund 1000 Traktoren in Dresden einzufahren, die zuvor aus allen sächsischen Regionen in die Landeshauptstadt aufgebrochen sind. Hinter der Aktion steht die Initiative "Land schafft Verbindung", sie organisiert die Trecker-Demos. Gestartet sei die Bewegung in Norddeutschland über eine Facebook-Seite, inzwischen gebe es auch Whatsapp-Gruppen. Noch sei es ein loser Verbund, eine Vereinsgründung sei in Sachsen aber geplant.

Laut Dr. Friedrich Martin, Vorstandschef der Agrargenossenschaft "Burgberg" in Burkersdorf, wird auch ein Mitarbeiter mit einem Traktor dabei sein. "Es ist wichtig, auf unsere Probleme aufmerksamzumachen. Sie müssen sinnvoll in Gesetzen geregelt werden", sagt Martin und fügte an, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handele. Es sei vernünftig, dass junge Bauern - viele gehören der Vereinigung "Land schafft Verbindung" an - für die Ziele der Landwirtschaft kämpfen, so der Burkersdorfer.

Nach den Worten von Landwirt Jörg Naumann, Mitglied bei "Land schafft Verbindung", wollen die Protestierenden am Freitag in Dresden auch ein Positionspapier an Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) übergeben und mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Protestaktion, die bundesweit zum Beginn der Agrarausstellung "Grüne Woche" in Berlin startet und von der sächsischen Initiative von "Land schafft Verbindung" unterstützt wird, soll zugleich aufklären. Ein Entwurf der verschärften Düngeverordnung soll demnach am Freitag in einem Ausschuss im Bundesrat beraten werden.

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