Corona-Ambulanz beginnt mit Tests

Personen mit Verdacht auf eine Ansteckung bekommen in Mittweida bald Gewissheit. Aber nicht das Gesundheitsamt vergibt die Termine.

Mittweida.

Ab Montag können in der Corona-Ambulanz Mittweida Personen mit begründetem Verdacht getestet werden. Darüber informierte das Landratsamt Mittelsachsen. Ein begründeter Verdacht liege nach aktuell geltenden Vorgaben des Robert-Koch-Institutes vor, wenn Erkältungszeichen wie Fieber, Husten und ähnliches sowie Kontakt zu einem Corona-positiv getesteten Patienten innerhalb der letzten 14 Tage bestanden hat. Ob ein Test wirklich notwendig ist, sollte jedoch vorher telefonisch mit der Corona-Ambulanz oder mit dem Hausarzt abgeklärt werden.

"Vor Ort ist unbedingt auf ausreichend Abstand zu anderen wartenden Personen zu achten und - falls vorhanden - ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen", erklärte Klinik-Sprecherin Ines Schreiber. Die Corona-Ambulanz finden die Patienten in der Cafeteria direkt am Eingang zum Krankenhausgelände. Autofahrer werden gebeten, den öffentlichen Parkplatz an der Hainichener Straße gegenüber der Zufahrt zur Robert-Koch-Straße zu nutzen und den Ausschilderungen zu folgen. Eine Terminvergabe über das Gesundheitsamt erfolgt nicht mehr. Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Annelie Jordan, erklärt dazu: "Das Gesundheitsamt wird dann aktiv, wenn es einen positiven Befund gibt." Daraufhin würde durch die Behörde die Kontaktpersonen ermittelt und kontaktiert. "Je nach der Kontaktintensität mit dem Infizierten führen wir dann mit Bestellsystem die Abstriche im Drive in hinter dem Gebäude des Gesundheitsamtes durch", sagte Annelie Jordan. Grundlage würden die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes bilden. Sie würden regelmäßig an die aktuelle Situation angepasst. Abstriche würden derzeit bei Kontaktpersonen genommen, wenn Personen Symptome haben, wie Husten oder Fieber.

Rund 280 Unternehmen aus dem pflegerischen und sozialen Bereich in Mittweida bekamen zudem am Freitag in Mittweida OP-Masken und Desinfektionsmittel. "Insgesamt erhielt der Landkreis 14.000 Masken und 1000 Flaschen á 200 Milliliter Desinfektionsmittel vom Freistaat und wurde mit der Koordinierung der Verteilung beauftragt", erklärte der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Diese Mittel erhielten unter anderem ambulante Pflegedienste, außerklinische Intensivpflege, stationäre Pflege sowie Hospize. In dieser Woche erreichte eine Großspende der Beiersdorf AG mit Händedesinfektionsmittel Sachsen. Unter anderem wurde dieses in Waldheim produziert. "Aus dieser Spende wurden die Mittel heute in Mittelsachsen weitergereicht", so Höllmüller.

Die Corona-Ambulanz ist telefonisch am Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr sowie am Mittwoch und Freitag von 9 bis 13 Uhr unter Ruf 03727 991090 erreichbar. Geöffnet hat die Ambulanz in der Hainichener Straße 4-6 in Mittweida montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr. Für die Testung wird die Krankenversicherungskarte benötigt.


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