Warum es an der Zschopau genauso schön ist wie an der Elbe

Mein Rossau Aus der Stadt Pirna ist Steve Mucha in die Gemeinde Rossau gezogen. Eine Liebe fand er dort neu. Einer anderen hält er die Treue.

Rossau.

Ein Elbflorenzer hat im Zschopautal seine neue Heimat gefunden. Der Pirnaer Steve Mucha lebt seit nunmehr zehn Jahren im Rossauer Ortsteil Seifersbach. Die Liebe führte den gelernten Kaufmann für Bürokommunikation aus der Sächsischen Schweiz nach Mittelsachsen.

Dabei hatte es bei dem heute 40-Jährigen schon längst vor der Ehe mit seiner Susi gefunkt: Schon als Schüler begeisterte er sich nämlich für die Feuerwehr. Und so hat Steve Mucha zwei Leidenschaften: Als dreifacher Vater für Frau und Familie und für sein Ehrenamt als Gemeindewehrleiter Rossau mit seinen fünf Ortsteilwehren.


"Rossau ist zwar kleiner als die Stadt Pirna, aber die Wohnlage in reizvoller Natur möchte ich nicht missen. Die Gemeinde hat mit Kita, Schule, Arztpraxis und intaktem Vereinsleben vieles, was eine Familie benötigt und junge Paare zu schätzen wissen. Gerade das nachbarschaftliche Miteinander ist ein Trumpf", sagt Steve Mucha. Vor allem die Dorfgemeinschaft schätzt der Gemeindewehrleiter und nennt als Beispiel das kürzliche Jubiläum "666 Jahre Seifersbach". "Da haben die Leute gezeigt, was sie drauf haben. Hier wird über Grundstücksgrenzen hinweg angepackt."

Steve Mucha lebt mit seiner Familie auf dem Mehrgenerationenhof der Schwiegereltern. "Auf dem Land zu wohnen, bedeutet für mich keinesfalls, abgeschnitten zu sein", sagt er. Neue berufliche Herausforderungen könne er auch von hier aus meistern. "In knapp fünfjährigem Fernstudium habe ich den Abschluss als Wirtschaftsinformatiker geschafft", erzählt der Hauptbrandmeister. Jetzt arbeitet er als Berater in einem IT-Unternehmen in Chemnitz. "Dank Home-Arbeitsplatz kann ich auch vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten." Und Rossau liege mit der nahen Autobahn verkehrstechnisch günstig.

Noch in Pirna hatte Mucha seine Gruppenführerausbildung bei der Feuerwehr gemacht. Deshalb war er auch sofort bei der Rossauer Wehr willkommen. Auf diese Truppe ist der Gemeindewehrleiter stolz. "Wir zählen aktuell 100 Einsatzkräfte, zudem halten weitere 30 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung der Wehr die Treue. Auch unsere Nachwuchsarbeit ist erfolgreich", berichtet er. Durchschnittlich 20 Mitglieder zwischen sechs und 16 Jahren zähle die Jugendfeuerwehr. Die Arbeit der Jugendfeuerwehr sei sehr wichtig, um später neue aktive Mitglieder gewinnen zu können. Die "alten Hasen" und die jungen Nachwuchskräfte würden sich gut verstehen. "Die Strukturen haben sich verjüngt, der Generationenwechsel läuft reibungslos."

Die Fotografie und der Ausdauersport zählen zu den Hobbys des Informatikers. "Zu meinen Aufgaben zähle ich aber auch, den Facebook-Auftritt der Gemeindefeuerwehr zu gestalten." Zu seinem Ausdauersport, dem Laufen, ist er in der Vergangenheit aber weniger gekommen. "Da stand das Studium im Vordergrund, war ich als Familienvater gefragt." Die Urkunden im Arbeitszimmer zeugen noch von seiner aktiven Zeit. So war er beim Dresdner Nachtlauf und beim Dresdner Marathon dabei. Gute Freunde wissen zudem den Feinschmecker Steve Mucha zu schätzen: Zu besonderen Gelegenheiten kocht er gern selbst. "Dann gibt es einen feurigen Gulasch nach Art des Hauses." Bislang hat Steve Mucha auch da noch nichts anbrennen lassen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...