11,5-Millionen-Projekt sorgt für klares Wasser in Penig

Mit dem ersten Spatenstich hat gestern die Erweiterung der Kläranlage in Amerika begonnen. Es ist die bislang größte Einzelinvestition in der Geschichte des Abwasserzweckverbandes.

Penig.

Ende 2020 soll er fertig sein und nach Probeläufen 2021 in Betrieb gehen: der Erweiterungsbau der Kläranlage im Peniger Ortsteil Amerika. Die Kosten betragen rund 11,5 Millionen Euro.

Der Verband muss aufrüsten. Denn die Anlage fährt am Limit. Wie ZWA-Chef und Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) erklärte, hätten Unternehmen wie die Papierfabrik ihre Produktion verändert, außerdem hätten sich in den vergangenen Jahren Firmen wie die Kohrener Landmolkerei neu angesiedelt. Er bezeichnete den Startschuss zum Bau, zu dem auch Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) gekommen war, als einen Höhepunkt der abwassertechnischen Entwicklung der Stadt. So seien an die 1963 errichtete Kläranlage in Amerika bis zur Wende von damals noch knapp 8000 Bewohnern im Kerngebiet der Stadt weniger als 35 Prozent angeschlossen gewesen. Heute liege der Anschlussgrad bei rund 92 Prozent.

Zwei große Einleiter seien die Papierfabrik Schoeller Technocell und die Kohrener Landmolkerei, die sich 2013 im Gewerbegebiet Tauscha angesiedelt hatte. Wie Petra Räuber, Geschäftsführerin der WKS Technik Dresden, die zusammen mit der Gunter Hüttner GmbH Chemnitz das Projekt betreut, sagte, sei eine der Herausforderungen die Unterschiedlichkeit der Abwässer der Molkerei und der Papierfabrik.

Eine erste Reinigung stehe in der neuen Flotationsanlage im Gewerbegebiet Tauscha an. Mit einem besonderen chemisch-physikalischen Verfahren würden dort Partikel und Stoffe aus dem Abwasser erstmals herausgefiltert, um das Eindringen von schädlichen Stoffen in die Kläranlage Amerika zu reduzieren. Mit der neuen Großanlage in dem Peniger Ortsteil kann rein rechnerisch das Abwasser von 40.000 Einwohnern gereinigt werden. Bisher reicht die Kapazität lediglich dafür, das Abwasser von 8000 Menschen zu klären.

Die Ansiedlung von Unternehmen wertete der Umweltminister als Erfolg für Penig. "Sie schaffen und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum", so Schmidt. Mit dieser Entwicklung müsse jedoch die In-frastruktur Schritt halten. Das sei wichtige Voraussetzung, um die Umwelt zu schützen. Die Erweiterung der Kläranlage sichere damit den Standort Penig als eine gewerbefreundliche Kommune.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    maedler
    06.11.2018

    Ein Fotograf der "Freien Presse" war an diesem Tag vor Ort. Bei dem Foto könnte man denken es waren keine Menschen beim "symbolischen Spatenstich" dabei.



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