Abriss der alten Turnhalle hat begonnen

Arbeiten dauern bis September - Sorge wegen möglichem Kostenanstieg

Claußnitz.

Bauarbeiter haben vergangene Woche mit dem Abriss der Turnhalle in Claußnitz begonnen. Bis Donnerstag sei bereits eine Seitenwand entfernt worden, teilt die Verwaltung mit. Die Arbeiten, die noch einige Wochen dauern sollen, sind Voraussetzung für den Neubau der Turnhalle. Die drei Millionen Euro teure Sportstätte wird auf dem Gelände der Oberschule errichtet - dort, wo die alte Halle noch steht.

Einen Tag vor dem Beginn des Abrisses hatte der Gemeinderat den Auftrag für die Rohbau- und Gerüstbauarbeiten für die neue Sportstätte vergeben. Den Zuschlag erhielt eine Firma aus Greiz. Sie reichte das mit rund 690.000 Euro günstigste Angebot ein. Nach Angaben von Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU) hatte es vier Bieter gegeben, darunter zwei Unternehmen aus Nachbarorten. Auf Nachfrage von Gemeinderäten erklärte er, dass es keinen Anlass gegeben habe, die in Claußnitz bislang unbekannte Firma von der Vergabe auszuschließen. Sie habe alle geforderten Nachweise erbracht, die Verwaltung empfehle deshalb, ihr den Auftrag zu erteilen, sagte Hermsdorf. Zudem könne die Gemeinde froh sein, dass sie nicht mehr Geld für den Rohbau ausgeben müsse: Das günstigste Angebot liegt nach Angaben des Bürgermeisters rund 40.000 Euro über der Kostenschätzung der Verwaltung.

Aus Sicht einzelner Räte könnte der Preis allerdings noch steigen. "Unser Brandschutzkonzept ist bislang noch nicht abschließend geprüft und bestätigt worden. Werden dort Nachbesserungen nötig, müssen wir mit teuren Nachträgen zum Angebot rechnen", bemerkte Gemeinderat Günter Donner (parteilos). Laut Hermsdorf ist bislang eine Teilbaugenehmigung erteilt worden. Früher mit der Planung zu beginnen und der Behörde schon mit dem Bauantrag ein fertiges Brandschutzkonzept vorzulegen, war nach seinen Angaben nicht möglich, weil die Kommune die Zusage von Fördergeld abwarten musste.

Die Mehrzahl der Räte votierte für die Vergabe der Bauleistungen, um mit dem Neubau voran zu kommen. Laut Hermsdorf sind im Anschluss an den Abriss der alten Halle ab 10. September die Erd- und Erschließungsarbeiten geplant. In Betrieb genommen werden soll die Anlage zum Schuljahr 2019/20. Die Oberschüler weichen bis dahin auf die Markersdorfer Turnhalle aus. Für die Grundschüler wird ein Bustransfer zur Diethensdorfer Schule organisiert. (mit lumm)

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