Algenteppich auf Talsperre löst sich auf

Herbstwetter: Bakterien vermehren sich nicht mehr

Kriebstein.

Noch vor ein paar Tagen war auf der Talsperre Kriebstein fast alles "im grünen Bereich". Auch die Besucher des Märchenspiels am Sonntag sahen die Seebühne von grünem Wasser umgeben, verursacht durch Netzblaualgen. Diese hatten sich im Sommer ausgebreitet und halten sich in einigen Buchten hartnäckig. Im August warnte das Gesundheitsamt des Kreises vor dem Baden im Kriebsteinsee.

"Ein Ende der Blaualgenplage ist erst durch kühlere Temperaturen und Regen möglich, denn dann sinkt die Nährstoffkonzentration im Gewässer", so Kreissprecherin Cornelia Kluge. "Somit haben die Bakterien keine Grundlage mehr, sich zu vermehren. Wie lange eine Badewarnung bestehen bleibt, hängt davon ab, wie schnell sich der See regeneriert." Das könne einige Tage, aber auch Monate dauern.

Bis in den Bereich der Kanuten in der Mittweidaer Aue hatte sich der grüne Algenteppich ausgebreitet. Dies erklärte Andreas Weczerek, einer der Schiffsführer. Mittlerweile käme nach den Regentagen aber viel Frischwasser, sodass die Algen nur noch in den Buchten zu finden seien. An den Fahrgastschiffen hätten die Algen nicht zu Beeinträchtigungen geführt, an den Kanus bliebt aber ein schlieriger Belag zurück.

Auch Ulrich Pötzsch, Geschäftsleiter beim Wasserzweckverband ZWA in Hainichen, sieht ein Ende der Plage. Der Verband hatte auf eigene Kosten im Juli die erste Wasseruntersuchung veranlasst. Die Algen haben sich bis vergangenen Freitag ausgebreitet, dann sei der Temperatursturz gekommen. (fa)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...