Bäder können Besucherrekorde des Vorjahres nicht brechen

Die meisten Freizeitstätten haben ihre Tore bereits geschlossen. Die Badbetreiber in der Region blicken auf eine gute Saison und auf erfreuliche Gästezahlen.

Penig.

Das Wetter wird nun wieder kühler, doch der Sommer insgesamt war zum Großteil trocken und heiß. An die Spitzenwerte des vergangenen Jahres kam er zwar nicht ganz heran. Dennoch verbuchen die Bäder der Region eine erfolgreiche Saison. "Freie Presse" hat nachgefragt:

Freibad Penig: Die Peniger Freizeiteinrichtung hat seit Montag dieser Woche geschlossen. 19.916 Badegäste wurden in dieser Saison gezählt, etwas weniger als im vergangenen Jahr, als rund 25.000 Besucher kamen. Die Stadtverwaltung spricht von einer "mittelmäßigen Saison", wobei der August der Monat mit den wenigsten Besuchern war. "Das Wetter war im August zu unausgeglichen, das hat sich auch auf die Besucher ausgewirkt. An heißen Tagen jedoch war unser Bad proppevoll", sagt Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt. Allgemein sei die Badsaison ohne größere Vorkommnisse verlaufen, jedoch gab es einige Diebstähle, die der Stadtverwaltung Sorge machen. Gestohlen wurden eine Markise am Schwimmmeistergebäude, zwei Bänke am Planschbecken und ein fünf mal fünf Meter großer Sonnenschirm am Freisitz. "Aus unserer Sicht sind die Diebe hier gezielt vorgegangen", schätzt die Stadtsprecherin ein. Ein weiterer Diebstahl sorgte für Ärger und Wut bei den Peniger Feuerwehrleuten, denn in der Nacht zum Freitag voriger Woche waren Ausrüstungsgegenstände, die die Feuerwehr fürs Schlauchbootrennen bereits im Bad gelagert hatte, gestohlen worden. Nach Einschätzung der Freibad-Betreibergesellschaft ABS Burgstädt aber sei das Peniger Freibad alles in allem "ein anerkanntes und vertrauenswürdiges Familienbad". Die Eltern hätten so viel Vertrauen und ein gutes Gefühl, dass sie ihre Kinder auch allein in die Freizeitstätte schicken würden, so die ABS. Letzter Höhepunkt, bevor winterfest gemacht wird, ist am 21. September das traditionelle Hundeschwimmen im Peniger Freibad.

Freibad Geringswalde: Am vergangenen Sonntag konnte das letzte Mal in dieser Saison in der Geringswalder Freizeitstätte gebadet werden. Seit Montag ist Schluss für dieses Jahr. Bürgermeister Thomas Arnold ist recht zufrieden, wie die Saison gelaufen ist, denn immerhin rund 16.000 Badegäste waren gekommen. Im vorigen Jahr waren es rund 21.000. "Die meisten Besucher hatten wir wegen der großen Hitze im Juni. Allgemein lässt sich sagen, dass der Bedarf nach Abkühlung erfahrungsgemäß zum Saisonstart höher ist als gegen Ende", so der Bürgermeister. Bemerkenswert sei auch, dass Ende August noch eine Wassertemperatur von 24,5 Grad gemessen wurde. Das habe es bislang noch nie gegeben. Besonders rege hätten Schulklassen und der Hort das Geringswalder Bad genutzt. Das liege daran, dass diese Kindergruppen kostenfreien Eintritt haben.

Freibad Rochlitz: "Die Saison 2019 war, auch gerade wegen der heißen Temperaturen, wieder ein sehr gutes Jahr, was Einnahmen und Besucher betrifft", schätzt der Rochlitzer OB Frank Dehne ein. Bis 4. September waren insgesamt 23.738 Besucher gezählt worden, 2018 waren es 28.456 Badegäste. Aufgrund der Wetterprognose werde das Bad am Sonntag schließen. Der beste Monat dieser Saison sei der Juni gewesen, der schlechteste Monat der Mai. "Was Vorkommnisse betrifft, so gab es einen Einbruch in den Kiosk. Dabei wurden einige Bierflaschen entwendet", so Dehne. Die drei Seepferdchenkurse seien mit jeweils zehn bis zwölf Kindern ausgebucht gewesen. Die Öffnungszeiten von Mitte Mai bis Mitte September, während der Ferien von 10 bis 20 Uhr und außerhalb bis 19 Uhr hätten sich bewährt und würden nächstes Jahr wieder so angeboten.

Freibad Geithain: Am 1. September war im Geithainer Freibad Saisonschluss. Nach Einschätzung des Dienstleisters der Stadt, der Veolia Wasser Deutschland GmbH, sei die Besucherzahl durchaus erfreulich. Knapp 20.300 Badegäste waren in dieser Saison gekommen, im vorigen Jahr waren es rund 25.000. "Wir sind unfallfrei durch die Saison gekommen, alle sind zufrieden", freut sich Veolia-Mitarbeiter Uwe Krause. Im Geithainer Bad hätten in dieser Saison 30 Kinder das Schwimmen gelernt. 108 legten ihre Schwimmstufe ab. Der besucherstärkste Tag war laut Veolia der 26. Juni mit 833 Gästen. Insgesamt, so ergänzt er, sei der Sommer 2019 der drittbeste seit dem Jahr 2000 gewesen, als sich baulich auf dem Freibadgelände eine Menge getan hatte.

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