Bei Regen zieht es 3500 Besucher in die gemütliche (Back-)Stube

In Rochlitz hatte die Bäckerei Stölzel zum Blick hinter die Kulissen geladen. Wie schon 2014 war das Fest ein voller Erfolg.

Rochlitz.

Um 10 Uhr ging es los, um 10 Uhr war der Parkplatz voll - großer Andrang herrschte gestern bei der zweiten Auflage des Backstubenfestes der Bäckerei Stölzel in Rochlitz. Insgesamt 3500 Besucher fanden den Weg an die Geithainer Straße, schätzte am späten Nachmittag ein strahlender Juniorchef Tim Scheibner ein - und dass trotz oder gerade wegen des ergiebigen Regens.

Schon 2014, als die Bäckerei das Fest zum ersten Mal veranstaltete, verzeichnete jenes einen ebenso großen Andrang. "Es waren heute ganz viele Leute hier, die schon vor zwei Jahren da waren und das wieder sehen wollten", so Scheibner. Der 25-Jährige ist Bäckermeister und der Sohn von Inhaber Karsten Stölzel.

In der Backstube konnten die Besucher gestern live erleben, wie Brötchen, Kuchen und Brote gefertigt werden. Beim Kinderbacken durften schon die Jüngsten selbst Hefeteig ausstechen und bunt verzieren. Auch wie Pfannkuchen hergestellt werden, ließen sich die Besucher zeigen. "Es waren viele junge Leute da, die von der modernen Technik im Bäckerberuf angetan waren", sagte Tim Scheibner. Er freute sich, dass Schüler gekommen waren, die ein Praktikum bei der Bäckerei absolvieren wollen, und Bäcker, die sich für eine Beschäftigung im Unternehmen interessieren.

Im Frühjahr 2014 war die neue Backstube am Standort in Betrieb gegangen. Sämtliche Backwaren der Bäckerei mit ihren 28 Filialen, darunter in Nossen und Altenburg, sowie einem Verkaufsauto werden hier gefertigt. Außerdem entstehen vor Ort die Rohlinge der Doppelbrötchen und Krustis, die dann in den Filialen gebacken werden. Das Unternehmen beschäftigt 180 Mitarbeiter sowie drei Azubis. Pro Tag werden im Schnitt rund 10.000 bis 12.000 Doppelbrötchen, 1000 Mischbrote und 120 bis 130 Kuchenbleche hergestellt, so Scheibner.

Gestern konnten die Kunden sich nicht nur mit den gängigen Backwaren eindecken, sondern auch Besonderes probieren. Passend zum Motto "Oktoberfest" gab es beispielsweise Brot mit Sauerkraut und Weißbier. Auch wurde ein buntes Programm im Festzelt geboten. So drängten sich die Besucher zum Beispiel beim Auftritt des Roland-Kaiser-Doubles Steffen Heidrich aus Dresden.

Unter den Gästen war auch Nancy Schirmer aus Haselbach bei Altenburg. "Weil wir Hunger hatten", antwortete die junge Mutter lachend auf die Frage, warum sie mit ihrer Familie gekommen war. In der Backstube habe sie gestaunt, dass diese "doch so groß ist". Beim nächsten Mal will die Thüringerin wieder mit dabei sein. Voraussichtlich 2018 hat sie Gelegenheit dazu. "Wir wollen das Fest aller zwei Jahre veranstalten", so Juniorchef Scheibner.

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