Bürgermeisterwahl geht in die zweite Runde

Da keiner der Kandidaten am Wahlsonntag mehr als 50 Prozent der Stimmen erzielte, müssen die Peniger am 11. Oktober nochmals abstimmen.

Penig.

Bei der Peniger Bürgermeisterwahl am gestrigen Sonntag hat keiner der fünf Kandidaten die absolute Mehrheit der Wählerstimmen erhalten. Mit 35,7 Prozent die meisten Stimmen bekam André Wolf von der CDU, gefolgt von Ronny Wiehl (Freie Wähler) mit 28,5 Prozent. Einzelkandidat Michael Jahn erzielte 16,0 Prozent, Mike Tauchmann (Unabhängige Bürger für Penig) 15,0 Prozent und Einzelkandidatin Romy Möbius 4,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 Prozent. 4330 Peniger hatten ihre Stimme abgegeben.

"Ich freue mich natürlich sehr", sagte André Wolf. Angesichts der Anzahl von fünf Kandidaten und eines fairen Wahlkampfes sei es für ihn klar gewesen, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt. "Aber ich freue mich, dass ich die Wählerinnen und Wähler mit meinen Zielen überzeugen konnte und die meisten Stimmen bekam", bemerkte Wolf. "Das spornt mich an, mit der Sachlichkeit, in der ich vorgegangen bin, noch mehr Wählerinnen und Wähler zu überzeugen."

Freude auch bei Ronny Wiehl über das zweitbeste Ergebnis des Wahlabends. "Ich bedanke mich bei den 1229 Bürgerinnen und Bürgern, die mich gewählt haben. Ich freue mich auf den zweiten Wahlgang und will bis dahin noch mehr Menschen von mir und meinem Programm überzeugen", sagte er der "Freien Presse". Sein Einsatz und sein Engagement in den zurückliegenden Jahren hätten ein Grundvertrauen gebracht, das er weiter ausbauen wolle.

Für Michael Jahn kam das CDU-Ergebnis wie erwartet und nicht wirklich überraschend. "Ich bin auf jeden Fall beim zweiten Wahlgang mit dabei und werde versuchen, bis dahin weitere Wähler von meinen Ideen zu überzeugen. Denn Kurs halten und ein Weiter so, das ist nicht mein Ding", sagte er. Dagegen wolle er in den nächsten Wochen etwas tun.

Schwer enttäuscht reagierte Mike Tauchmann auf das vorläufige Wahlergebnis. "Ich hätte mir gewünscht, dass sich noch mehr Peniger an der Wahl beteiligen. Aber das Ergebnis ist, wie es ist. Ich hatte viele Leute hinter mir, aber es hat leider nicht gereicht", so seine erste Reaktion. Gemeinsam mit seinen Unterstützern wolle er in den nächsten Tagen überlegen, wie es weitergeht und ob er zum zweiten Wahlgang am 11. Oktober nochmals antreten werde. "Ich bedanke mich für das Vertrauen meiner Wähler", sagte Romy Möbius, die zurzeit im Urlaub ist. Die Zeit bis zum zweiten Wahlgang wolle sie nutzen, um nochmals auf sich und ihre Ziele aufmerksam zu machen.

Insgesamt 7368 Wahlberechtigte in Penig und in den elf Ortsteilen waren aufgerufen ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Sie konnten in einem der zehn Wahllokale ihre Stimme abgeben. Abgesichert wurde die Wahl von mehr als 100 Wahlhelfern. Für den zweiten Wahlgang am 11. Oktober gilt laut Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt jeder Kandidat beziehungsweise Kandidatin automatisch als zugelassen - es sei denn, der oder diejenige erklärt bis nächsten Freitag, dass er beziehungsweise sie nicht noch einmal antreten will, erklärte sie.

Zur Peniger Bürgermeisterwahl 2015 war Amtsinhaber Thomas Eulenberger (CDU) gleich im ersten Wahlgang wieder als Bürgermeister bestätigt worden. Er bekam damals 3009 der insgesamt 3927 abgegebenen gültigen Stimmen. Seine Gegenkandidaten Ringo Gründel (Die Linke) und Ronny Wiehl (damals noch SPD) bekamen 474 beziehungsweise 444 Stimmen. Die Wahlbeteiligung 2015 lag bei 50,9 Prozent.

11 Kommentare

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  • 4
    0
    meynhard
    21.09.2020

    Die Wahlbeteiligung und das Interesse am Stadtlenker ist schon erschreckend niedrig.
    Eine allgemeine Frustration kann ich verstehen aber hier stellen sich 5 Bürger und Einwohner der Stadt zur Wahl.