Bürgermeisterwahl: Wer wirft Hut in den Ring?

In Penig wird im Juni ein neues Stadtoberhaupt bestimmt. Noch gibt es offiziell nur einen Kandidaten. Doch hinter den Kulissen bringen sich weitere Interessenten in Stellung.

Königsfeld.

Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger hat am 31. Juli seinen letzten Arbeitstag. Denn der CDU-Politiker geht ab August in den Ruhestand. Im Verborgenen wird zwar schon eifrig darüber diskutiert, wer den Chefsessel im Peniger Rathaus danach übernehmen möchte. Doch offiziell hat bislang nur ein Interessent bekanntgegeben, dass er antritt. Und das ist Mike Tauchmann, der für die Unabhängigen Bürger für Penig kandidiert. "Ich bleibe dabei. Ich habe diese Woche eine Zusammenkunft meiner Wählervereinigung", sagt er. Dann sollen die notwendigen Unterlagen für die Kandidatur ausgefüllt werden.

Ob Tauchmann aus den Reihen der jetzigen beiden Bürgermeister-Stellvertreter einen Gegenkandidaten bekommt, zeichnet sich in Teilen bereits ziemlich deutlich ab. Denn wie "Freie Presse" von der ersten Stellvertreterin, Carolin Schneider-Delau (CDU), erfuhr, werde sie nicht antreten. "Definitiv nicht", erklärte sie mit Nachdruck. Denn die Stadt solle die Chance bekommen, "dass jemand Jüngeres dieses Amt übernimmt". Die Christdemokraten würden noch mitten in den Vorbereitungen stecken. "Wir wollen uns aktuell erst einmal zum Haushalt 2020 positionieren, bevor wir über die Bürgermeisterwahl sprechen", sagt CDU-Stadtratsfraktionschef Marco Mädler. Einen Termin für die Nominierungsveranstaltung gebe es noch nicht. Dass die CDU aber jemanden ins Rennen schicken wird, gelte als relativ sicher, bestätigt Carolin Schneider-Delau.

Auch in der Freien Wählergemeinschaft Penig (FWGP) soll über eine Kandidatur gesprochen werden. Am 27. Januar findet dazu die Nominierungsveranstaltung statt, wie "Freie Presse" vom zweiten Bürgermeister-Stellvertreter Ronny Wiehl erfuhr. Auch die FWGP wolle sich erst einmal zum neuen Haushaltsplan, der am 6. Februar beschlossen werden soll, positionieren. Die Bürgermeisterwahl sei da zweitrangig so Wiehl. Noch hält er sich offiziell bedeckt, gibt aber zu, dass er Interesse an einer Kandidatur habe. "Ob ich nominiert werde oder jemand anderes, das wird sich zeigen."

Definitiv kein Interesse, den Hut in den Ring zu werfen und einen Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen, bekunden die Linken. "Wir haben nicht so viele, die dafür in Frage kämen", erklärt Linken-Fraktionschef Ringo Gründel auf Anfrage.

Die AfD ist aktuell im Peniger Stadtrat nicht vertreten. Ob sie mit einem Kandidaten zur Bürgermeisterwahl antreten wird, war am gestrigen Montag nicht zu erfahren, da sich der Kreisverband auf Anfrage nicht dazu äußerte.

Wie Gert Benndorf, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, bekanntgab, können Parteien, Vereinigungen und Einzelpersonen vom 27. Januar bis 2. April ihre Vorschläge einreichen.


Amtsinhaber tritt erneut an

Für die kommende Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Königsfeld tritt nur ein einziger Kandidat an, wie der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Mario Rosemann, mitteilte. Außer dem parteilosen Amtsinhaber Frank Ludwig (Foto) habe niemand einen Wahlvorschlag eingereicht. Das alte Gemeindeoberhaupt könnte nach Ablauf der Legislaturperiode auch das neue sein. Der 62-jährige Chef einer Baufirma leitet die Gemeinde seit 2006 als ehrenamtlicher Bürgermeister. "Ich will mich der Herausforderung erneut stellen", so Ludwig. Die Wahl findet am 16. Februar statt. Wahlbenachrichtigungen werden laut Stadtverwaltung bis 25. Januar versandt. (cbo)


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