Bundespräsident ehrt zwei Mittelsachsen

Zum Empfang im Schloss Bellevue hat Frank-Walter Steinmeier 74 Bürgern aus allen Bundesländern für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt. Nach Berlin reisten auch Dorothea Palm aus Erlau und Peter Ziemann aus Wechselburg.

Wechselburg/Erlau/Berlin.

Es sei ein unvergessliches und einmaliges Erlebnis gewesen. Darin sind sich Dorothea Palm und Peter Ziemann einig, wenn sie vom Neujahrsempfang bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue sprechen. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Regierungsvertretern und Repräsentanten des öffentlichen Lebens hatte Steinmeier 74 Bürger aus allen Bundesländern eingeladen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben - mit Palm aus Erlau und Ziemann aus Wechselburg zwei Mittelsachsen.

Dorothea Palm war vor mehr als 20 Jahren Mitbegründerin des Heimat- und Verkehrsvereins Rochlitzer Muldental. Geehrt wurde sie, weil sie mit viel Engagement die Region im Landkreis Mittelsachsen als sanfte Tourismusregion herausstellte. Peter Ziemann setzt sich im ländlichen Raum seit Jahrzehnten für das Gemeinwohl ein und ist maßgeblich daran beteiligt, die Geschichte seiner Heimat Wechselburg lebendig zu erzählen und so vielen Gästen, Besuchern und Bürgern näher zu bringen. Das hat er, wie er sagt, auch in Berlin getan. "Ich habe dem Bundespräsidenten zwei Bücher über Wechselburg mitgebracht. Zudem war ich einer von sechs, die an seinem Tisch zu Mittag essen durften. So hatte ich die Gelegenheit, mich ausführlich mit ihm zu unterhalten und natürlich viel von Wechselburg zu erzählen", sagte Ziemann gestern. Er sei beeindruckt gewesen, von der lockeren Atmosphäre und habe viele andere Ehrenamtler kennengelernt.

Auch Dorothea Palm spricht von vielen Kontakten zu engagierten Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen. Den Bundespräsidenten habe sie als sehr locker und natürlich erlebt. Das sei sehr angenehm gewesen - wie überhaupt die ganze Atmosphäre zum Empfang. Auch sie hatte für Steinmeier ein Geschenk: einen Porphyrstein aus Rochlitz mit Echtheitszertifikat und eine Broschüre über den Geopark Porphyrland. Zudem habe sie ihn auf neueste geologische Forschungen hingewiesen. Diese besagten, dass der Rochlitzer Berg und die Gegend bis Grimma der größte und älteste Supervulkan der Welt war. "Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Region." Überhaupt habe sie sich in Berlin als eine Botschafterin der Region gesehen. "Ohne die Unterstützung meiner Familie und der vielen engagierten Mitarbeiter im Verein wäre ich nie zu dieser Ehre gekommen", bedankte sie sich.

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