CDU-Vorsitz: Mittelsachsen mit Sympathie für Merz

Drei Landkreis-Delegierte zum Bundesparteitag - Zwei mit klarem Favoriten

Rochlitz.

Friedrich Merz - so lautet der Nachfolger an der Bundesspitze der CDU, wenn es nach vielen Mitgliedern in Mittelsachsen geht. Dieses Meinungsbild zeichnet Kreischef Sven Liebhauser vor dem Bundesparteitag am Wochenende. Zusammen mit dem Lichtenauer Bürgermeister Andreas Graf und Sachsens Regionalminister Thomas Schmidt vertritt der Döbelner den rund 1000 Mitglieder starken Kreisverband bei der Abstimmung um die Nachfolge der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Liebhauser fühlt sich, wie er sagt, von der großen Zustimmung seiner Partei im Landkreis bestärkt in seinem Votum: "In Sachsen wie in Mittelsachsen gibt es eine Mehrheit für Friedrich Merz. Ich werde ebenfalls für ihn stimmen."

Von einem Parteichef Merz, den die Mittelsachsen-CDU bereits bei der Nachfolge von Angela Merkel unterstützt hatte, erhofft sich Liebhauser Aufbruch und eine klare Programmatik: "Wirtschaftsliberal, konservativ, pro-europäisch, deckt er die Themen der Mitte ab."

Die Frage nach einer möglichen Kanzlerkandidatur von Merz stellt sich für den Döbelner Oberbürgermeister im Zusammenhang mit der Wahl derzeit nicht: Wichtig sei jetzt stattdessen zunächst, einen Bundesvorsitzenden zu wählen, um die Parteiarbeit für die zahlreichen anstehenden Wahlen auf allen Ebenen strategisch ausrichten zu können.

Auch Andreas Graf sieht weitgehende Übereinstimmungen seiner Positionen mit denen seines Favoriten Friedrich Merz. Ihm traue der Lichtenauer Bürgermeister, stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender, zu, dass er Aufbruchstimmung erzeugt: "Er hat eine klare Ausstrahlung, sagt, wo er hin möchte, grenzt sich mit seinen Inhalten auch klar von anderen Parteien ab und gibt die von vielen Wählern erwartete Antwort, was die CDU von SPD und Grünen unterscheidet." Hinzu komme Merz' Verständnis für die Stärkung der sozialen Marktwirtschaft: "Er sagt klar, dass erst erwirtschaftet wird, was wir ausgeben wollen", beschreibt Graf, der seit 2008 CDU-Mitglied ist.

Thomas Schmidt will sein Abstimmungsverhalten mit Hinweis auf die geheime Wahl des Bundesvorsitzenden nicht öffentlich machen. Auf Anfrage hieß es allerdings, dass er seine Entscheidung danach treffen werde, welcher der Kandidaten erfolgreich sowohl in Wirtschaft als auch der Politik gewirkt hat und welcher politisch sowohl Erfahrungen auf deutscher als auch auf europäischer Ebene gesammelt hat. (grit)

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