Donnerwetter - noch eine Station

Acht von zwölf Bürgerprojekten bekommen nach der Abstimmung im Stadtrat einen Zuschuss. Ganz vorn: die Wetterstation.

Augustusburg.

Nach der Abstimmung über die Bürgerprojekte im Stadtrat steht unter anderem fest, dass Augustusburg noch eine Wetterstation bekommt, dass die Sanierung des Kunnersteins weitergeht und dass die Stadt grüner wird. In einer Sondersitzung standen diese Woche zwölf Bürgerprojekte zur Abstimmung, die zuvor im Internet vorgestellt wurden und die entsprechende öffentliche Unterstützung bekommen haben.

Ganz vorne in der Gunst der Stadträte rangierte das Brandschutzprojekt der Augustusburger Feuerwehr, die in den Kindertagesstätten und Schulen der Stadt ein Angebot zur Brandschutzausbildung anbietet und somit zugleich frühzeitig Nachwuchs gewinnen will. Punktgleich wurde der Bau einer Wetterstation bewertet. Interessanterweise waren das die beiden Projekte mit dem geringsten Finanzbedarf. Dass es bereits eine Station von "Kachelmannwetter" im Turm des Schlosses gibt, wertet das Bürgerprojekt einer zweiten Wetterstation, die am Skihang aufgestellt werden soll, auf. Das sagte Kirchenmusiker Pascal Kaufmann bei der Präsentation des Vorhabens. Er interessiert sich von klein auf für das Wetter und bescheinigt Augustusburg eine besondere meteorolische Lage. "In einem bestimmten Richtungskorridor ist Augustusburg von der Nordsee aus der erste nennenswerte Hügel. Das hat bei Wind und Stauniederschlägen erhebliche Auswirkungen." Und: Zwischen der Wetterstation im Schlossturm und der zweiten auf Rosts Wiesen bestehen rund 100 Meter Höhendifferenz. "Das macht einen Datenvergleich besonders interessant."

Die Natur- und Heimatfreunde in Erdmannsdorf können dank des Zuschusses der Stadt mit ihrer Baumpflanzaktion beginnen. Sieben Bäume werden zunächst gepflanzt und fortan vom Verein gepflegt. In der Kleingartenanlage wird aus fünf leerstehenden Parzellen ein Kleingarten-Park angelegt, der zugleich eine Schulgartenfunktion haben soll. Klaus-Dieter Fröhlich vom Kleingartenverein sagte, dass die Schüler des Regenbogengymnasiums Pflegearbeiten übernehmen.

Das von den Stadträten auf Platz acht gewählte Projekt eines Irrgartens kann nur mit der Restsumme der insgesamt zur Verfügung stehenden 50.000 Euro bezuschusst werden. Rund 25.000 Euro hatte Initiator Timo Ahnert angemeldet, annähernd 18.000 Euro wird er erhalten. "Wir werden versuchen, für dieses Vorhaben Fördermittel zu bekommen", sagte Bürgermeister Dirk Neubauer. Sollte das gelingen und der Eigenanteil möglicherweise reduziert werden können, rücken die Projekte nach, die nach der Abstimmung leer ausgingen. Darunter sind die historische Beleuchtung für die Erdmannsdorfer Kirche oder die Wasserentnahmestelle mit Sitzgelegenheit für den Friedhof in Augustusburg. Neubauer sagte, dass trotz schwieriger finanzieller Aussichten auch künftig Bürgerprojekte unterstützt werden sollen.

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