Elfenharfen und Gongs auf der Rochsburg

Ungewohnte Töne erklangen am Wochenende zum Campana-Festival im Schlosshof. Wegen Corona fiel die Veranstaltung kleiner aus - begeisterte aber die Gäste nicht minder.

Rochsburg.

Neugierig aber auch etwas irritiert schaut sich ein älteres Paar beim Betreten des Schlosshofes der Rochsburg um. Und sie lauschen und versuchen zu ergründen, woher die Töne und Klänge kommen, die sie hören. Denn sie sind seltsam und ungewohnt für die Ohren, regelrechte Klangteppiche. Sie kommen von Instrumenten wie beispielsweise Handpans, Elfenharfen, Gongs oder Didgeridoos. Das Paar ist beim Klangfestival Campana gelandet.

An verschiedenen Ständen stellen sich Klanginstrumenten- bauer, Therapeuten oder Klangkünstler auf der Rochsburg vor. Einem Handpan entlockt Thomas Plum faszinierende Klänge. "Dieses Instrument kann jeder intuitiv spielen, die Töne sind einfach so harmonisch, dass es immer klingt", erklärt er während Besucher über Töne staunen, die er dem Instrument entlockt.

Bedingt durch die Coronapandemie hat das Campana-Festival dieses Mal allerdings völlig anders stattgefunden als in den vorangegangen drei Jahren. "Im Inneren des Schlosses hätte die Veranstaltung mit Workshops, Klangreisen und ähnlichen so nicht stattfinden können. Die Auflagen wären zu intensiv gewesen", sagt Manuela Ina Kirchberger vom Klangnetzwerk. "Also haben wir überlegt, was wir machen können."

Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass das Festival in einer kleinen Form und auch nur an einen Tag und im Freien stattfinden soll. So präsentierten sich am Samstag neun Aussteller wie Martin Bläse vom Projekt "Kult-ur-sprung". Er war von Ostholstein aus etwa 600 Kilometer gefahren, um auf der Rochsburg mit seinen Instrumenten wieder dabei zu sein.

Auch wenn vieles nicht so stattfinden konnte wie bisher, so durfte ein Konzert nicht fehlen. Allerdings erklang auch dieses wegen der Abstandsregeln im kleinen Rahmen. So nahmen Manuela Ina Kirchberger, Kathrin Huß und Thomas Plum 35 Zuhörer in der Schlosskapelle mit auf eine Reise der "Klänge für die Seele". Besucht wurde das Festival von knapp 500 Gästen. Mit dieser Resonanz zeigten sich die Veranstalter von Klangnetzwerk und Schloss Rochsburg durchaus zufrieden.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.