Frischer Wind für den Freizeitkeller

Mit Beginn des neuen Schuljahres haben am Freien Gymnasium Penig eine Betreuerin und eine Lehrerin ihre Tätigkeit begonnen. Beide wollen Bewegung in den außerschulischen Bereich bringen. Und haben dafür so manche Idee.

Penig.

Der Freizeitkeller des Freien Gymnasiums Penig ist gut besucht. "Die Jugendlichen fühlen sich wohl hier und finden ihn cool", sagt Nadja Prötzig. Die 28-Jährige arbeitet seit Schuljahresbeginn als Freizeitbetreuerin an der Einrichtung. Von ihrem Vorgänger Udo Lenkeit, der seinen Schwerpunkt auf die Lehrertätigkeit gelegt hat, habe sie sehr gute Strukturen übernommen. "Die Angebote sind gut und reichen von Basteln über Kochen bis Sport", sagt sie.

Letzteres, also die Bewegung, würde sie, ebenso wie die neue Sportlehrerin an der Schule, Silvia Friedrich, gern erweitern. Während Silvia Friedrich gern eine gemischte Fußballmannschaft auf die Beine stellen möchte, will Nadja Prötzig die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Begeisterung für Basketball anstecken. Und diese Begeisterung steckt tief. Nadja Prötzig war zunächst Profi-, seit Beginn ihres Psychologiestudiums 2016 Halb-Profispielerin in der Basketballmannschaft ihres Heimatvereins Lions SV Halle. Zu ihren Erfolgen zählen ein dritter Platz bei der Europameisterschaft 2005, der Pokalsieg und der deutsche Meistertitel in der Saison 2011/2012 sowie der Aufstieg ihres Teams in die Erste Liga im Jahr 2007. Doch so leidenschaftlich sie für den Sport brennt, eine Profikarriere wollte sie nicht weiter verfolgen. "Das heißt trainieren, essen, schlafen, und das fordert mich nicht genug", sagt sie. Mit der Tätigkeit am Gymnasium hat sie einen neuen Weg eingeschlagen. "Es macht Spaß hier und ich kann meine Arbeit perfekt mit dem Studium unter einen Hut bringen", sagt sie. Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen falle ihr leicht, habe sie doch durch den Sport immer schon damit gelebt.

Doch bevor es möglicherweise bald mehr Sportangebote gibt an der Schule, soll der Freizeitkeller aufgepeppt werden. "Es ist toll, was es hier alles gibt, von Kicker über Airhockey bis zu vielen Gesellschaftsspielen. Daran hängt es gar nicht. Aber ich finde den Keller, ohnehin schon dunkle Räume, viel zu finster gestaltet und auch die Deko ist nicht wirklich zeitgemäß, unter anderem was die alten Poster an den Wänden betrifft", sagt die junge Frau. Das wolle sie auffrischen.

"Meine erste Idee war, den Keller weiß zu streichen. Doch die Jugendlichen haben mich schnell davon überzeugt, dass das wenig sinnvoll wäre, weil aus dem Weiß schnell Grau werden würde. Also überlegen wir in Richtung helles Grün oder Blau", erzählt sie. Insgesamt werde sie zusammen mit den Jugendlichen erst einmal Ideen sammeln, diese zu einer Liste zusammenstellen und dann die Umgestaltung angehen. "Ich bin dabei, denn ich finde den Freizeitkeller und überhaupt die ganze Schule mit ihrem weitläufigem Außengelände toll", sagt Silvia Friedrich.

Parallel dazu wollen die beiden Frauen den Mädchen und Jungen den Sport in der Freizeit näher bringen. "Die Schüler brauchen Bewegung. Sport gehört einfach zur Persönlichkeitsentwicklung", sagt die 57-Jährige. Ganz wichtig sei es auch, dass sich Kinder und Jugendliche in Wettkämpfen beweisen können. Politisch sei indes eine andere Entscheidung gefallen. "Ab dem kommenden Schuljahr soll es pro Woche nur noch zwei statt drei Sportunterrichtsstunden geben. Das heißt, dass wir das durch AGs im Freizeitbereich abfedern müssen und auch wollen", erklärt die engagierte Frau, die in ihrem Wohnort Breitenborn unter anderem eine Frauensportgruppe aufgebaut hat. Außerdem habe sich das Freie Gymnasium das Zertifikat "Bewegte Schule" erarbeitet. "Also immer her mit Sport", sind sich beide Frauen einig.

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