Gedenktafel für Glasfaser-Pionier kommt später

Eigentlich sollte Manfred Börner am 25. Todestag im Januar geehrt werden, doch Corona durchkreuzt die Pläne

Rochlitz.

Sein Name ist nur in Fachkreisen bekannt. Und das, obwohl ohne seine Erfindungen und seine Forschungen das schnelle Internet ziemlich lahm wäre. Schließlich war eines der insgesamt 57 Patente, die Manfred Börner im Laufe seines Lebens anmeldete, bahnbrechend für den modernen Datenverkehr: Er entwarf ein optisches Übertragungssystem mit Laserdiode, Glasfaser und Photodioden.

Trotzdem kennt den Vater der modernen Datenströme kaum jemand. Das ist in seiner Geburtsstadt Rochlitz - Börner kam hier am 16. März 1929 zur Welt - nicht anders. Das soll sich aber ändern. Darin sind sich Oberbürgermeister Frank Dehne (parteilos) sowie die Vertreter des Geschichtsvereins, des Seniorenrates und des Jugendladens einig.

Um den Glasfaser-Pionier, wie er auch genannt wird, bekannter zu machen, sollte eigentlich anlässlich seines 25. Todestages eine Gedenktafel am Geburtshaus an der Dresdner Straße 13 angebracht werden - dort, wo die Bäckerei der Familie ihren Sitz hat; im Nachbarhaus befindet sich der Verkaufsbereich. Doch die Pandemie und der seit Dezember geltende Lockdown wirbelten die Pläne durcheinander. Der 14. Januar verstrich und nichts passierte. "Wir haben den Termin verschoben", erklärt OB Dehne. Denn im Vorfeld der Enthüllung soll es einen Vortrag über das Leben und Wirken von Manfred Börner geben. Ursprünglich war der Gesprächsabend für den 25. November geplant. Auch dessen Tochter Ditte Endriß wollte extra dafür aus Ulm hierher reisen. Der Vortrag war aufgrund der Corona-Beschränkungen seit Herbst genauso wenig möglich wie die Reise von Endriß von Ulm nach Rochlitz.

"Der nächstmögliche Termin wäre sein Geburtstag im März", sagt Elly Martinek vom Seniorenrat, die auf baldige Lockerungen hofft. Für die Informationsveranstaltung zu Börner sind die Wurfblätter und Plakate längst vorbereitet. "Wir müssen dann nur den Termin ändern", fährt Martinek fort.

Auch eine andere Sache wird im Hintergrund vorangetrieben: Ein Wettbewerb, der sich Forschungsthemen widmet, soll laut OB Dehne aufgelegt werden. Dieser Manfred-Börner-Preis könnte dann jährlich verliehen werden. (acr)

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